Magdeburg - Für Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) spielt das Geschlecht des nächsten Bundespräsidenten keine Rolle. „Es ist für mich egal, ob es ein Mann oder eine Frau ist“, sagte Schulze. Er betonte, dass die Wahl des Staatsoberhaupts derzeit nicht seine Priorität sei. „Ich habe jeden Tag Themen für Sachsen-Anhalt zu lösen. Ich nehme das zur Kenntnis, was diskutiert wird“, erklärte er. Schulze kündigte an: „Ich werde gern jemanden unterstützen, den ich für geeignet halte.“
Debatte um weibliches Staatsoberhaupt
In der politischen Landschaft gibt es Stimmen, die sich für eine Frau an der Spitze des Staates aussprechen. Neben Ilse Aigner (CSU) wurden auch mehrere Frauen aus der CDU als mögliche Kandidatinnen gehandelt. Dazu gehören Bundesbildungsministerin Karin Prien, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner sowie die ehemalige Parteichefin und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.
Wahltermin und Hintergrund
Die Wahl des nächsten deutschen Bundespräsidenten ist für den 30. Januar des kommenden Jahres angesetzt. Die Bundesversammlung wird dann das neue Staatsoberhaupt bestimmen. Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier kann nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren; seine Amtszeit endet im März 2027. Damit steht ein Wechsel im höchsten Staatsamt bevor, und die Diskussion über mögliche Nachfolger ist bereits im Gange.



