Bundestag debattiert über Gewalt gegen Frauen: Aktuelle Stunde nach Vorwürfen von Collien Fernandes
In einer aktuellen Stunde beschäftigt sich der Bundestag am Mittwoch, dem 25. März 2026, intensiv mit dem Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Der Titel der Debatte lautet „Jegliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen bekämpfen – staatliche Aufgabe und gesellschaftliche Verantwortung“. Die Diskussion wurde auf Verlangen der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD einberufen und findet im Plenarsaal in Berlin statt.
Aktueller Anlass: Vorwürfe aus der Promi-Welt
Ein wesentlicher Auslöser für die parlamentarische Debatte sind die schweren Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes (44) gegen ihren langjährigen Ehemann, den Schauspieler Christian Ulmen (50). Fernandes spricht von Fake-Profilen und manipulierten Pornobildern, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt worden sein sollen. Sie bezeichnet dies als „digitale Vergewaltigung“ – ein drastischer Begriff, der nach ihrer Darstellung ein wachsendes Problem beschreibt. Die Technologie für solche Manipulationen ist laut Kritikern längst verfügbar, während rechtliche Mittel gegen den Missbrauch oft unzureichend greifen.
Bundeskanzler Merz kündigt Gesetz zur IP-Speicherung an
Noch vor Beginn der aktuellen Stunde äußerte sich Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) zu dem Thema. Er betonte die Bedeutung des Schutzes von Frauen sowohl im digitalen als auch im analogen Raum. Merz kündigte konkrete Gesetzespläne an: Ein Gesetzentwurf zur Speicherung von IP-Adressen befindet sich bereits in der Ressortabstimmung und soll noch im April vom Kabinett auf den Weg gebracht werden. Durch diese Speicherung sollen Täter, die verbotene Inhalte posten oder verschicken, leichter identifiziert und bestraft werden können.
Merz sprach von einer „explodierenden Gewalt“ in der Gesellschaft, die sowohl im analogen wie im digitalen Raum stattfinde. Auf die Frage, ob die geplanten Maßnahmen ausreichen, antwortete er: „Ziemlich sicher nicht.“ Seine Aussage, dass ein beachtlicher Teil dieser Gewalt aus den Gruppen der Zuwanderer in die Bundesrepublik Deutschland komme, erntete im Plenum lautstarken Widerspruch.
Debattenverlauf mit zahlreichen Rednern
Die aktuelle Stunde wurde von Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig (57, SPD) eröffnet, der neun Minuten Redezeit zur Verfügung standen. Auch Bundesfamilienministerin Karin Prien (60, CDU) war mit neun Minuten auf der Rednerliste vertreten. Insgesamt sind 14 Wortmeldungen angesetzt, die meisten mit jeweils fünf Minuten Redezeit.
Für die Fraktionen sprachen unter anderem:
- Julia Klöckner (53, CDU) und mehrere weitere Abgeordnete der CDU/CSU
- Katharina Dröge und Ulle Schauws für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
- Sonja Eichwede und Carmen Wegge für die SPD
- Kerstin Przygodda, Gereon Bollmann und Birgit Bessin für die AfD
- Kathrin Gebel für Die Linke
Die Debatte verdeutlicht die politische Dringlichkeit des Themas, das durch die aktuellen Vorwürfe von Collien Fernandes zusätzliche Aufmerksamkeit erhalten hat. Die Diskussion im Bundestag soll dazu beitragen, staatliche und gesellschaftliche Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu stärken und rechtliche Lücken zu schließen.



