Neue Epstein-Dokumente belasten Donald Trump schwer
Das US-Justizministerium hat weitere brisante Dokumente aus den Akten des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht. In den FBI-Vernehmungsprotokollen einer Zeugin wird der ehemalige US-Präsident Donald Trump schwer belastet. Die Frau gibt an, in den 1980er Jahren im Alter von 13 bis 15 Jahren sowohl von Epstein als auch von Trump missbraucht worden zu sein.
Karoline Leavitt, die Sprecherin des Weißen Hauses, wies die Vorwürfe umgehend zurück und bezeichnete die Zeugin als "traurige verwirrte Frau". Doch die Veröffentlichung wirft kritische Fragen auf: Das FBI hatte die Frau 2019 zunächst als glaubwürdig eingestuft. Unklar bleibt, warum die Ermittlungen nicht weiterverfolgt wurden.
Besonders brisant: Das Justizministerium hatte die belastenden Dokumente jahrelang zurückgehalten. Erst durch journalistische Recherchen wurden sie nun nachgereicht. Die offizielle Begründung, die Dateien seien fälschlicherweise als Duplikate gekennzeichnet worden, erscheint mehr als fragwürdig und setzt Justizministerin Pam Bondi erheblich unter Druck.
USA-Israel-Allianz im Irankrieg zeigt erste Risse
Der gemeinsam von den USA und Israel geführte Krieg gegen Iran droht die traditionell überparteiliche Unterstützung für Israel in den USA zu untergraben. Sicherheitsexperten warnen vor einem wachsenden Misstrauen innerhalb der amerikanischen Bevölkerung.
Donald Trump, der im Wahlkampf als Friedensstifter auftrat, hat die amerikanische Öffentlichkeit kaum von der Kriegsnotwendigkeit überzeugt. In Teilen des MAGA-Lagers verbreitet sich die Erzählung, Israel habe die USA in diesen Konflikt hineingezogen - eine Position, die bei manchen Anhängern auf antisemitische Verschwörungstheorien trifft.
Experten wie Danny Citrinowicz vom Institute for National Security Studies in Tel Aviv weisen auf unterschiedliche Kriegsziele hin: Während Washington an der Stabilität Irans interessiert sei, wäre Israel "auch mit Staatszerfall und andauerndem Blutvergießen zufrieden". Die größte Bedrohung für Israel sei nicht das iranische Regime, sondern der Verlust der überparteilichen Unterstützung in den USA.
CDU-Spitzenkandidat Hagel scheitert bei Schulbesuch
Kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg gerät CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel nach einem peinlichen Schulbesuch in Stuttgart unter Beschuss. Bei einem vom ARD-Mittagsmagazin begleiteten Termin reagierte Hagel ungewöhnlich scharf auf eine nachfragende Lehrerin mit den Worten: "Ich rede gerade mit den Schülern."
Noch gravierender: Bei dem Versuch, Siebtklässlern den Treibhauseffekt zu erklären, lieferte Hagel eine wissenschaftlich nicht haltbare Erklärung ab. Kolumnistin Samira El Ouassil kritisiert scharf: "Wer über Klimapolitik gesetzgeberisch entscheidet, ohne sie zu verstehen, handelt fahrlässig in planetarem Maßstab."
Hagel fehlen prototypische Politikeranforderungen wie Kommunikationsfähigkeit, rhetorisches Charisma und die Fähigkeit, in Stresssituationen die Nerven zu behalten. Der Spott in sozialen Medien ist groß, was seine Wahlchancen kurz vor der entscheidenden Abstimmung zusätzlich belastet.
Weitere wichtige Entwicklungen des Tages
Indonesien droht mit dem Rückzug aus Trumps Friedensrat für den Gazastreifen, falls die Palästinenser vergessen werden. Die Lufthansa meldet Rekordumsätze, sieht sich jedoch durch die Nahost-Krise herausgefordert. 24 US-Bundesstaaten klagen gegen neue Trump-Zölle. Axel Springer übernimmt nach 20 Jahren endlich die britische "Telegraph"-Gruppe. Und eine neue Studie zeigt: Reifenabrieb ist hauptverantwortlich für Plastikpartikel in der Stadtluft.
In einer kuriosen Naturbeobachtung entdeckten Forscher bei taiwanischen Holzschaben ein ungewöhnliches Paarungsritual: Die Tiere fressen sich gegenseitig die Flügel und bleiben danach ein Leben lang zusammen, während sie andere Artgenossen aggressiv abwehren.



