Olaf Scholz plant Autobiografie: Ehemaliger Bundeskanzler hat bereits mit Schreiben begonnen
Scholz plant Autobiografie: Ehemaliger Kanzler schreibt Memoiren

Olaf Scholz kündigt Autobiografie an: Ehemaliger Bundeskanzler hat Schreibprozess gestartet

Der frühere Bundeskanzler Olaf Scholz plant offenbar eine umfassende Biografie über sein politisches Leben. "Ich habe schon angefangen", verriet der 67-Jährige SPD-Politiker am Dienstagabend bei einer Veranstaltung in Berlin. Scholz äußerte sich im Rahmen einer Zusammenkunft von "Table.Briefings" und dem Museumsverein des Deutschen Historischen Museums und bestätigte damit Gerüchte über ein Buchprojekt.

Gespräche mit Verlagen und Experten laufen bereits

Wie Scholz weiter ausführte, ist er bereits mit verschiedenen Personen im Gespräch, um das Vorhaben voranzutreiben. "Mit verschiedenen Leuten sei ich darüber bereits im Gespräch", so der ehemalige Regierungschef. Bereits Mitte Februar hatte er der "Rhein-Neckar-Zeitung" gegenüber erklärt, dass Verlage an ihn herangetreten seien und gefragt hätten, ob er seine Erinnerungen zusammentragen möchte. "Auf jeden Fall habe ich vor, zu schreiben", kündigte er damals an.

Damit würde Scholz dem Beispiel seiner Vorgängerin Angela Merkel folgen, die ihre Memoiren bereits veröffentlicht hat. Die geplante Autobiografie soll Einblicke in seine lange politische Karriere bieten, die folgende Stationen umfasst:

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram
  • Generalsekretär der SPD (2002 bis 2004)
  • Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion (2005 bis 2007)
  • Bundesminister für Arbeit und Soziales (2007 bis 2009)
  • Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg (2011 bis 2018)
  • Bundesminister der Finanzen (März 2018 bis Dezember 2021)
  • Bundeskanzler (bis 2025)

Scholz äußert sich auch zu außenpolitischen Themen

Bei der Berliner Veranstaltung ging Scholz zudem auf den vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ein. Er betonte, dass der russische Präsident Wladimir Putin den Krieg gewollt und wahrscheinlich bereits zwei Jahre zuvor fest geplant habe. "Niemand hätte ihn von diesem Krieg abbringen können", so Scholz. Alle Gespräche, die Putin mit Politikern darüber geführt habe, hätten nichts gebracht.

Weiterhin reflektierte der ehemalige Kanzler die deutsche Abhängigkeit von Russland: "Er habe nie verstanden, in welchem Umfang Deutschland sich von Russland abhängig gemacht habe". Diese Entscheidungen seien oftmals von Unternehmen getroffen worden. Als Hamburger Bürgermeister habe er stets für den Bau von LNG-Terminals geworben, um die Energieversorgung zu diversifizieren.

Obwohl Scholz noch keine genauen Details über den Inhalt oder den Veröffentlichungstermin seiner Autobiografie preisgab, ist klar, dass das Projekt bereits in vollem Gange ist. Die politische Landschaft Deutschlands darf gespannt sein auf die persönlichen Einblicke und Reflexionen eines Mannes, der über zwei Jahrzehnte hinweg Schlüsselpositionen in der Bundesrepublik innehatte.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration