Trauerstaatsakt für Rita Süssmuth: Staatsspitzen nehmen Abschied in Berlin
Die Spitzen des deutschen Staates nehmen heute in Berlin feierlich Abschied von der früheren Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth. Der offizielle Trauerstaatsakt beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst in der historischen St.-Hedwigs-Kathedrale am Bebelplatz, der um 10.00 Uhr startet.
Verkehrseinschränkungen in Berlin-Mitte
Wegen des Trauerstaatsakts kommt es heute in Berlin-Mitte zu erheblichen Verkehrseinschränkungen. Aus Sicherheitsgründen ist der Bereich um den Bebelplatz, die Staatsoper und die St.-Hedwigs-Kathedrale zwischen 7.00 und 14.00 Uhr vollständig gesperrt.
Betroffen ist laut Verkehrsinformationszentrale der Abschnitt Unter den Linden in Richtung Alexanderplatz bis zur Französischen Straße. Autofahrer und Fußgänger werden gebeten, die betroffenen Bereiche großräumig zu umfahren.
Gedenkveranstaltung im Bundestag
Am Mittag findet im Plenarsaal des Bundestages eine offizielle Gedenkveranstaltung statt. Dazu werden die Spitzen aller fünf Verfassungsorgane erwartet, die der verstorbenen Politikerin die letzte Ehre erweisen.
In der 90-minütigen Gedenkstunde werden Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) und der renommierte Journalist Heribert Prantl das Leben und politische Werk von Rita Süssmuth würdigen.
Politisches Vermächtnis einer bedeutenden Politikerin
Rita Süssmuth, die Anfang Februar im Alter von 88 Jahren verstorben und bereits in ihrer Heimatstadt Neuss beigesetzt worden ist, gehörte dem Deutschen Bundestag von 1987 bis 2002 an. Von 1988 bis 1998 amtierte sie als Bundestagspräsidentin und prägte damit eine ganze Ära der deutschen Parlamentsgeschichte.
Die Professorin für Erziehungswissenschaften war als Seiteneinsteigerin in die Politik gekommen und entwickelte sich zu einer der einflussreichsten und respektiertesten Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegspolitik. Ihr politisches Engagement und ihr Einsatz für gesellschaftliche Themen bleiben in Erinnerung.
Der heutige Trauerstaatsakt markiert den offiziellen Abschluss der staatlichen Trauerfeierlichkeiten für die verdiente Politikerin, deren Wirken über Parteigrenzen hinweg Anerkennung findet.



