Neues Gesicht für die CDU-Spitze: Tauschwitz soll in Bundesvorstand einziehen
Die niedersächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Vivian Tauschwitz, eine frühere Bundeswehr-Offizierin, soll in den Bundesvorstand ihrer Partei aufrücken. Der Landesverband hat die 31-Jährige bereits im Januar als Beisitzerin für das Führungsgremium nominiert. Beim anstehenden Bundesparteitag in Stuttgart soll ihre Wahl nun offiziell vollzogen werden.
Verteidigungsexpertise als zentraler Beitrag
„Ich möchte insbesondere meine verteidigungspolitische Expertise aktiv in die Arbeit des Bundesvorstands einbringen“, erklärte Tauschwitz gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Bundestagsabgeordnete, die seit 2025 dem Parlament angehört und Mitglied im Verteidigungsausschuss ist, betonte die Bedeutung ihrer militärischen Erfahrungen.
Ihre Karriere bei der Bundeswehr umfasste unter anderem den Dienst bei der Heeresaufklärungstruppe sowie einen Auslandseinsatz in Mali im Jahr 2023. Diese praktischen Einsichten seien essenziell für die strategische Weiterentwicklung der deutschen Sicherheitspolitik, so Tauschwitz.
Niedersachsen als sicherheitspolitischer Standort
Die Politikerin verwies auf die konkreten Beiträge Niedersachsens zur Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. „Niedersachsen leistet sehr konkret einen Beitrag für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands, etwa durch militärische Standorte und Verkehrsinfrastruktur“, sagte sie. Sie vertritt den Wahlkreis Rotenburg I – Heidekreis, aus dem auch Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) stammt.
Tauschwitz sieht Sicherheitspolitik als moderne Querschnittsaufgabe, die verschiedene Bereiche vereint. „Sicherheit, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlicher Zusammenhalt müssen wieder stärker ineinandergreifen“, betonte sie angesichts der aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Veränderungen in Deutschland.
Inhaltliche Schwerpunkte der Abgeordneten
Neben der Verteidigungspolitik setzt Tauschwitz auf weitere zentrale Themen:
- Sichere Energieversorgung
- Wirtschaftliche Stabilität
- Ernährungssicherheit
- Stärkung des ländlichen Raums
Ihre Wahl in den Bundesvorstand werde „die Stimme Niedersachsens in der Bundespartei sichtbar stärken“. Dies sei besonders relevant, da der Landesverband bei der Bildung der neuen Bundesregierung im vergangenen Jahr ohne Ministerposten blieb.
Unterstützung aus dem Landesverband
Landesparteichef Sebastian Lechner lobte die Nominierung und bezeichnete Tauschwitz als Vertreterin „sicherheitspolitischer Kompetenz, internationaler Erfahrung und einer neuen Generation politischer Verantwortung“.
Neben Tauschwitz sollen weitere niedersächsische Vertreter im Bundesvorstand bleiben:
- Silvia Breher als stellvertretende Bundesvorsitzende
- Sebastian Lechner im Präsidium
- Carina Hermann als Beisitzerin
Der CDU-Bundesvorstand umfasst insgesamt 40 gewählte sowie 16 beratende Mitglieder. Niedersachsen zählt mit seinem Landesverband zu den drei größten innerhalb der Partei und stärkt damit seine Position in der Bundespartei durch diese personelle Aufstellung.



