Nach dem Aus der ZDF-Finanzierung für die Gaming-Show „Game Two“ im letzten Jahr kämpften die Rocket Beans ums Überleben. Mit Fan-Unterstützung starteten sie neu. Nun sorgt eine personelle Veränderung für Schlagzeilen: Das Team trennt sich von Mitgründer und Moderator Simon Krätschmer.
Abschied von Simon Krätschmer
Auf ihrem offiziellen Blog gaben die Rocket Beans bekannt: „Simon wird RBTV sowohl als Mitarbeiter als auch als Gesellschafter verlassen.“ Beide Seiten hätten sich einvernehmlich getrennt. Die Gespräche über Simons Zukunft hätten ein ganzes Jahr gedauert. Aus unternehmerischer Sicht sei der Prozess herausfordernd gewesen, vor allem aber auf persönlicher Ebene alles andere als leicht.
Bereits seit 2023 kriselte es zwischen Simon und den anderen. Nach einer vorübergehenden Versöhnung kam es 2024 zum endgültigen Bruch. Mit anwaltlicher Begleitung wurde die Trennung nun auch vertraglich besiegelt. „Es hat sich im Lauf dieses Jahres aber auch gezeigt, dass eine Trennung die beste Lösung und der richtige Schritt ist“, so das Team. Zu den genauen Hintergründen schweigen beide Seiten.
Kontroversen um den Moderator
Simon Krätschmer war in den letzten Jahren immer wieder durch kontroverse Aussagen aufgefallen. Im April 2025 bat er seine Fans um finanzielle Unterstützung für Steuerschulden, während er gleichzeitig von einer halben Million Euro in Kryptowährungen sprach. Auch verbale Entgleisungen brachten ihm Kritik ein. Seine ehemaligen Kollegen zeigen sich professionell: „Wir wünschen ihm alles erdenklich Gute.“
Auf Instagram reagierte Simon weniger versöhnlich. Er repostete einen Beitrag, der die Trennung als „toxische Realitätsverdrehung“ bezeichnete. Später kommentierte er: „Ich muss meine Worte mit Bedacht wählen.“
Die Rocket Beans, ursprünglich bestehend aus Daniel „Budi“ Budiman, Etienne Gardé, Arno Heinisch, Nils Bomhoff und Simon Krätschmer, hatten sich 2015 von TV-Formaten wie „Game One“ und „Game Two“ ins Internet verlagert. Nach dem ZDF-Aus finanzieren sie sich nun über Community-Unterstützung. Ob das „S“ im Namen künftig wegfällt, ist offen.



