Von der Leyens Fax-Scherz: Deutschland im Fokus bei EU-Bürokratieabbau
Von der Leyen spottet über deutsche Fax-Kultur im EU-Parlament

Von der Leyens Seitenhieb auf deutsche Fax-Kultur sorgt für Heiterkeit im EU-Parlament

Bei einer Rede zum Bürokratieabbau im Europäischen Parlament in Straßburg hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit einem indirekten Verweis auf Deutschlands anhaltende Fax-Vorliebe für allgemeine Belustigung gesorgt. Die Spitzenpolitikerin betonte nachdrücklich die immense Bedeutung der Verwaltungsvereinfachung für die Wettbewerbsfähigkeit Europas.

„Das ist wahr“: Von der Leyen bestätigt mit Grinsen ihre Anspielung

„Einige Mitgliedstaaten akzeptieren beispielsweise nur Korrespondenz per Fax“, erklärte von der Leyen während ihrer Ausführungen. Nach einer kurzen, bedeutungsschweren Pause fügte sie mit einem charakteristischen Grinsen hinzu: „Das ist wahr“ und blickte in den Saal, wo zahlreiche Abgeordnete bereits in schallendes Gelächter ausgebrochen waren.

Aus informierten Kreisen der EU-Kommission wurde später bestätigt, dass sich diese Bemerkung gezielt auf deutsche Verwaltungspraktiken bezog. Die Kommissionspräsidentin nutzte ihren Auftritt, um konkrete Missstände bei der Überregulierung innerhalb der Europäischen Union anzuprangern.

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Bürokratische Hürden behindern effizienten Mülltransport zwischen EU-Staaten

Im Zentrum ihrer Kritik stand der grenzüberschreitende Transport von Abfällen zwischen Mitgliedsländern. Von der Leyen betonte, dass dieser Prozess eigentlich effizient, schnell und unkompliziert ablaufen müsse. Stattdessen würden Händler und Unternehmen aufgrund übermäßiger bürokratischer Vorschriften in verschiedenen Nationen oft monatelang auf behördliche Genehmigungen warten.

Besonders pikant: Bei der Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie für Mülltransporte setzt Deutschland laut Kommissionsinformationen nach wie vor auf die veraltete Fax-Technologie. Diese Praxis steht im krassen Gegensatz zu modernen digitalen Lösungen und verlangsamt administrative Abläufe erheblich.

Fax-Geräte als Symbol für veraltete Verwaltungsstrukturen

Die Äußerung der EU-Kommissionspräsidentin wirft ein grelles Schlaglicht auf die anhaltenden Digitalisierungsdefizite in Teilen der deutschen Behördenlandschaft. Während viele europäische Nachbarländer bereits vollständig auf elektronische Kommunikation umgestellt haben, halten bestimmte deutsche Institutionen beharrlich an technologischen Relikten der Vergangenheit fest.

Diese Episode verdeutlicht einmal mehr die dringende Notwendigkeit einer umfassenden Modernisierung der Verwaltungsprozesse, nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten Europäischen Union. Von der Leyens humorvoller, aber durchaus ernst gemeinter Hinweis unterstreicht, dass bürokratische Hürden und veraltete Technologien die wirtschaftliche Zusammenarbeit innerhalb Europas behindern können.

Die Reaktion im Parlament zeigte, dass das Thema viele Abgeordnete persönlich betrifft – sei es aus eigener Erfahrung mit behördlichen Verfahren oder aus Frustration über ineffiziente Verwaltungsabläufe in ihren Heimatländern. Die Diskussion um den Bürokratieabbau bleibt damit ein zentrales Thema auf der europäischen politischen Agenda.

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