WhatsApp öffnet sich für Nutzer ohne eigenes Konto
Der Messenger-Dienst WhatsApp testet derzeit eine innovative Funktion, die es Personen ohne eigenes Konto ermöglicht, an Gesprächen teilzunehmen. Laut Informationen der Website WABetaInfo tauchen sogenannte Gast-Chats bereits in aktuellen Beta-Versionen für Android und iOS auf. Ziel dieser Neuerung ist es, mehr Menschen den Zugang zu WhatsApp zu eröffnen, ohne dass sie sich registrieren müssen.
So funktionieren die neuen Gast-Chats
Der Einstieg in einen Gast-Chat erfolgt über eine Einladung. Nutzer erstellen dafür einen Link im Bereich Freund einladen oder am Ende ihrer Kontaktliste und verschicken ihn beispielsweise per SMS oder E-Mail. Wer den Link öffnet, kann entscheiden, ob er WhatsApp installieren möchte oder direkt als Gast am Chat teilnimmt. In diesem Fall läuft die Unterhaltung über WhatsApp Web im Browser, eine Installation der App ist nicht erforderlich.
Sicherheit mit gewissen Einschränkungen
Auch Gast-Chats sind durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt. WhatsApp erstellt dafür eine eigene Kennung, sodass nur die Teilnehmer die Inhalte lesen können. Allerdings gibt es einen wichtigen Haken: Gäste werden nicht verifiziert. Es ist also nicht sicher, ob tatsächlich die gewünschte Person den Link nutzt. Zudem wird die Telefonnummer des Einladenden angezeigt.
Weniger Funktionen als bei regulären Chats
Gast-Chats bieten deutlich weniger Möglichkeiten als gewohnte WhatsApp-Unterhaltungen:
- Nutzer können nur Textnachrichten senden
- Fotos, Videos oder Sticker fehlen komplett
- Anrufe und Gruppenchats sind nicht möglich
- Nach zehn Tagen ohne Aktivität löscht WhatsApp die Unterhaltung automatisch
Für einen neuen Chat ist dann ein frischer Einladungslink nötig. Wer möchte, kann Gäste wie normale Kontakte blockieren. Derzeit steht die Funktion nur wenigen Nutzern mit aktuellen Updates zur Verfügung, ein Start für alle ist noch offen.
Diese Entwicklung zeigt, wie WhatsApp versucht, seine Nutzerbasis zu erweitern und gleichzeitig die Sicherheit zu gewährleisten. Die Einschränkungen bei den Funktionen sollen Missbrauch verhindern, während die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung den Datenschutz aufrechterhält.



