Israel stoppt größte Gaza-Flottille: Aktivisten festgenommen
Größte Gaza-Flottille gestoppt: Aktivisten in Haft

In einer nächtlichen Aktion hat die israelische Marine die bisher größte Flottille gestoppt, die versuchte, die Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Die "Global Sumud Flotilla" bestand aus knapp 60 Schiffen mit rund 400 Menschen an Bord. Ziel war es, Hilfsgüter in das abgeriegelte Gebiet zu bringen.

Konvoi bereits westlich von Kreta abgefangen

Die Aktivisten wurden bereits in den Gewässern westlich von Kreta aufgehalten, rund 1.000 Kilometer Luftlinie von Israel entfernt. Israelischen Medien zufolge lag das an der ungewöhnlichen Größe der Flotte. Mehr als 20 Boote wurden abgefangen, Dutzende Aktivisten festgenommen. Videoaufnahmen sollen das nächtliche Manöver zeigen, konnten aber noch nicht unabhängig verifiziert werden.

Nach israelischen Angaben wurden die Boote zuvor mehrfach per Funk zur Umkehr aufgefordert. Die Armee erklärte: "Jeder weitere Versuch, in Richtung Gaza zu segeln, gefährdet Ihre Sicherheit und lässt der IDF keine andere Wahl, als alle ihr zur Verfügung stehenden notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um eine rechtmäßige maritime Sicherheitsblockade durchzusetzen."

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Aktivisten werfen Israel Piraterie vor

Die Aktivisten hatten zwar mit einem Stopp gerechnet, aber nicht so früh. Sie werfen Israel nun "Piraterie" und rechtswidriges Vorgehen vor; der Einsatz sei "gewaltsam" gewesen. Das israelische Außenministerium widerspricht: Die Aktivisten würden "friedlich" nach Israel gebracht und sie würden sich dabei "amüsieren". Die Festgenommenen werden nun von den israelischen Behörden befragt.

Die Flottille war der bisher größte Versuch, die israelische Seeblockade zu durchbrechen. Die Blockade wird international kritisiert, Israel verteidigt sie als notwendige Sicherheitsmaßnahme gegen Waffenschmuggel.

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