Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat seinen Humor nicht verloren. Nachdem US-Präsident Donald Trump (79) eine Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine von Samstag bis Montag erklärt hatte, veröffentlichte Selenskyj ein bemerkenswertes Dekret. Darin erlaubt er süffisant dem Kreml-Diktator Wladimir Putin (73) seine für heute geplante Parade in dessen eigener Hauptstadt.
Das Dekret im Wortlaut
Wörtlich heißt es im Dekret: „Unter Berücksichtigung zahlreicher Anfragen und zu humanitären Zwecken, wie sie während der Verhandlungen mit der amerikanischen Seite am 8. Mai 2026 umrissen wurden, dekretiere ich hiermit: Die Abhaltung einer Parade in der Stadt Moskau (Russische Föderation) am 9. Mai 2026 wird genehmigt. Während der Dauer der Parade (beginnend um 10 Uhr Kiewer Zeit am 9. Mai 2026) soll der territoriale Sektor des Roten Platzes aus dem Einsatzplan der ukrainischen Waffensysteme ausgeschlossen werden.“ Dazu veröffentlicht Selenskyj die genauen Koordinaten des Roten Platzes in Moskau.
Putins Protz-Parade verkommt zur Schrumpf-Parade
Der Präsident der Ukraine „genehmigt“ dem „großen“ Russen-Herrscher seine eigene Parade? Eine Stichelei, die bei Putin sicherlich nicht gut ankommt. Ob er bei der Parade darauf reagieren wird, ist abzuwarten. Die alljährliche Protz-Parade Russlands am 9. Mai angesichts des Siegs der Sowjetunion über Nazi-Deutschland schrumpft in diesem Jahr zur Peinlich-Parade. Statt der gewohnten Waffenschau gibt es nur noch marschierende Soldaten. Ein ähnliches Bild in St. Petersburg: Auch dort findet die Parade statt – ebenfalls ohne Militärgerät und mit nur 300 statt 5600 Zuschauern.
Selenskyjs spöttische Geste
Mit diesem Dekret zeigt Selenskyj einmal mehr seinen scharfen Humor und seine Fähigkeit, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Die Geste ist ein klares Zeichen an Putin, dass die Ukraine sich nicht einschüchtern lässt und weiterhin ihre Souveränität betont. Die Parade, die einst als Machtdemonstration gedacht war, wird durch den Spott aus Kiew zusätzlich entwertet.
Putin steht nun vor der Herausforderung, auf diese Provokation zu reagieren. Experten erwarten, dass er die Parade nutzen könnte, um eine starke Rede zu halten, die die russische Bevölkerung hinter sich vereint. Doch die Schrumpfung der Parade und der Spott aus der Ukraine könnten ihm dabei einen Strich durch die Rechnung machen.
Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit Spannung. Viele westliche Länder unterstützen die Ukraine in ihrem Kampf gegen die russische Aggression und sehen Selenskyjs Aktion als legitimes Mittel des Widerstands. Die Waffenruhe, die Trump vermittelt hat, ist brüchig, und die jüngsten Ereignisse könnten die Spannungen weiter verschärfen.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass Selenskyj mit diesem Dekret nicht nur Putin vorführt, sondern auch die Moral der ukrainischen Bevölkerung und der internationalen Verbündeten stärkt. Es bleibt abzuwarten, wie die Geschichte auf diese ungewöhnliche diplomatische Geste zurückblicken wird.



