USA: Supreme Court erlaubt vorübergehend Versand von Abtreibungspillen
Supreme Court erlaubt Versand von Abtreibungspillen

Der Oberste Gerichtshof der USA hat den Zugang zur Abtreibungspille Mifepriston per Post vorübergehend wieder erlaubt. Eine Anordnung des konservativen Richters Samuel Alito setzte eine kürzlich erlassene Einschränkung eines Berufungsgerichts vorläufig außer Kraft.

Telemedizinische Verschreibungen wieder möglich

Dank der Entscheidung des Supreme Courts dürfen Patienten das Medikament erneut per Telemedizin verschrieben bekommen und über Apotheken oder per Post beziehen. Ein verpflichtender persönlicher Arztbesuch ist nicht mehr nötig. Diese Praxis war in den vergangenen Jahren üblich und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Wege für Schwangerschaftsabbrüche in den USA.

Hintergrund der Klage

Erst in der vergangenen Woche hatte ein Berufungsgericht den Versand der Pille sowie telemedizinische Verschreibungen untersagt und damit den Zugang deutlich eingeschränkt. Grund ist eine Klage des US-Bundesstaats Louisiana, der argumentiert, die Regelungen untergrüben sein nahezu vollständiges Abtreibungsverbot.

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Gültigkeit der Anordnung

Die nun erlassene Anordnung gilt zunächst für eine Woche, während das Gericht den Fall weiter prüft und Stellungnahmen beider Seiten einholt. Der Hersteller des Medikaments hatte zuvor im Eilverfahren den Supreme Court angerufen und vor erheblichen Auswirkungen auf die Versorgung gewarnt.

Die Entscheidung des Supreme Courts ist ein wichtiger Schritt für den Zugang zu Abtreibungen in den USA, da Mifepriston eines der am häufigsten verwendeten Medikamente für Schwangerschaftsabbrüche ist. Die endgültige Entscheidung des Gerichts wird mit Spannung erwartet.

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