Washington/Teheran - Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene Öltanker angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Zwei solche Schiffe hätten versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Von einem US-Kampfflugzeug seien an diesem Freitag Schüsse auf die Schiffe abgefeuert worden, um zu verhindern, dass sie die US-Seeblockade brechen würden, hieß es.
Hintergrund der Angriffe
Das US-Militär verwies darauf, dass es bereits am Mittwoch einen anderen unbeladenen Öltanker, der unter iranischer Flagge fuhr, außer Gefecht gesetzt habe. „Alle drei Schiffe sind nicht mehr auf dem Weg in den Iran“, hieß es. Die Angriffe erfolgen trotz einer eigentlich geltenden Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran, die zuletzt mehrfach durch solche Vorfälle gebrochen wurde.
Centcom-Kommandeur äußert sich
„Die US-Streitkräfte im Nahen Osten setzen sich weiterhin für die vollständige Durchsetzung der Blockade von Schiffen ein, die den Iran anlaufen oder verlassen“, betonte der Centcom-Kommandeur, Admiral Brad Cooper. Die Blockade zielt darauf ab, den Iran wirtschaftlich zu isolieren und den Export von Öl zu unterbinden.
Die genauen Umstände der Angriffe sind noch unklar, jedoch betont das US-Militär, dass die Schiffe unbeladen waren und keine Besatzung an Bord hatte. Die iranische Regierung hat sich bisher nicht offiziell zu den Vorfällen geäußert, doch die Spannungen in der Region bleiben hoch.



