44. Prozesstag im Block-Verfahren: Chef-Ermittlerin sagt im Entführungsprozess aus
Block-Prozess: Chef-Ermittlerin sagt am 44. Tag aus

44. Verhandlungstag im Block-Prozess: Wichtige Ermittlerin tritt als Zeugin auf

Nach einer dreiwöchigen Unterbrechung aufgrund eines Flugstreiks wird der aufsehenerregende Prozess gegen Christina Block heute fortgesetzt. Am 44. Verhandlungstag steht mit Kriminalbeamtin Merle B. die wichtigste Ermittlerin im Entführungsfall im Zeugenstand. Die leitende Polizistin hatte die Ermittlungen im spektakulären Kriminalfall koordiniert und geleitet.

Komplexer Fall mit vielen Beteiligten

Der Prozess gegen die 52-jährige Steakhaus-Erbin („Block House“) beschäftigt sich mit schwerwiegenden Vorwürfen. Christina Block soll eine israelische Sicherheitsfirma beauftragt haben, ihre beiden jüngsten Kinder Klara und Theodor (damals 13 und 10 Jahre alt) bei ihrem Vater Stephan Hensel in Dänemark entführen zu lassen. Die Angeklagte bestreitet diese Anschuldigungen nachdrücklich und betont, sie habe im Vorfeld nichts von den Vorbereitungen für die angebliche Entführung gewusst.

Der Kriminalfall Block hat sich zu einem äußerst komplexen Verfahren entwickelt, in dem zahlreiche Personen eine Rolle spielen. Neben Agenten und Detektiven sind auch Prominente, israelische Sicherheitskräfte und verschiedene Familienmitglieder involviert. Die Vielzahl der Beteiligten macht es schwierig, den Überblick über alle Zusammenhänge zu behalten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Endgültiger Sorgerechtsverlust für Christina Block

Parallel zum Strafverfahren hat Christina Block im Sorgerechtsstreit um ihre Kinder eine entscheidende Niederlage erlitten. Der Oberste Gerichtshof in Dänemark hat kürzlich ihren Antrag auf Zulassung der Berufung abgelehnt, womit die Entscheidung endgültig ist. Ihr Ex-Mann Stephan Hensel bleibt alleiniger Sorgeberechtigter für die mittlerweile 15-jährige Klara und den 12-jährigen Theodor.

Die Kinder verbleiben unter strengen Sicherheitsvorkehrungen an einem geheimen Ort in Dänemark. Die dänischen Richter sahen keine Hinweise darauf, dass der Vater die Kinder gegen ihre Mutter beeinflusst hat. Eine erneute Begutachtung lehnten sie mit der Begründung ab, diese könnte den Kindern schaden. Für Christina Block bedeutet dieses Urteil, dass sie ihre beiden jüngsten Kinder bis zu deren Volljährigkeit nicht sehen darf.

Ereignisse am vorherigen Verhandlungstag

Am 43. Prozesstag hatte zunächst eine Nachbarin von Christina Block ausgesagt. Mirjam D. schilderte unter anderem eine beunruhigende Szene, bei der der damals etwa dreijährige Theodor bei strömendem Regen vor der Haustür gestanden und geweint haben soll. Christina Block wies diese Darstellung entschieden zurück.

Im Anschluss trat ein Kriminalbeamter in den Zeugenstand, der am Tag nach der Entführung im Haus von Christina Block auf Gerhard Delling (66) getroffen war. Der ehemalige Sportschau-Moderator hatte damals erklärt, nicht zu wissen, wo sich Christina Block und ihre zweitälteste Tochter aufhielten. Der Beamte hielt dieser Aussage entgegen, sie sei „nicht lebensnah“. Vor Gericht wurde er noch deutlicher: Die Darstellungen Dellings seien nicht glaubhaft gewesen.

Die Verhandlung sollte ursprünglich bereits am 14. April nach der Osterpause fortgesetzt werden, musste jedoch wegen eines Streiks bei der Lufthansa abgesagt werden. Zwei der sieben Angeklagten konnten aufgrund der Flugausfälle nicht rechtzeitig anreisen. Heute wird der Prozess mit der Aussage der Chef-Ermittlerin fortgesetzt, die neue Einblicke in die Ermittlungsarbeit verspricht.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration