Block-Prozess: Israeli bestreitet Verbrecher zu sein
Block-Prozess: Israeli: "Ich bin kein Verbrecher"

Im Hamburger Block-Prozess hat ein weiterer mutmaßlicher Entführer als Zeuge ausgesagt. Der 35-jährige Israeli beteuerte vor dem Landgericht: „Ich bin kein Verbrecher.“ Nach eigenen Angaben ist er Bauingenieur und wollte nur helfen. Der Chef einer israelischen Sicherheitsfirma habe ihm erzählt, dass die Kinder angeblich beim Vater misshandelt würden.

Die Rolle des Zeugen

Der Mann erklärte, ihm sei mehrfach versichert worden, dass es sich um eine völlig legale Aktion handele, um die Kinder zur Mutter zurückzubringen. Die deutschen Behörden seien informiert gewesen. „Ohne Gewalt“ sei die Vorgabe gewesen. Seine Aufgabe: „Ich war der Fahrer.“ Er reiste nach Deutschland und Dänemark, um die Kinder abzuholen.

Hintergrund des Falles

Die Hamburger Unternehmerin Christina Block, Tochter des Block-House-Gründers Eugen Block, ist angeklagt. Sie soll nach einem langen Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma beauftragt haben, ihre beiden jüngsten Kinder (damals 10 und 13 Jahre alt) in der Silvesternacht 2023/24 vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Die Anklage wirft ihr und sechs weiteren Angeklagten eine gewaltsame Rückholaktion vor. Christina Block beteuert ihre Unschuld.

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Der Israeli und drei weitere Beschuldigte aus Israel hatten sich mitten im laufenden Prozess gemeldet. Die Justiz gewährte ihnen sicheres Geleit für ihre Zeugenaussage. Sie müssen jedoch zu einem späteren Zeitpunkt mit einer eigenen Anklage und einem Prozess rechnen. Der Prozess ist der 46. Verhandlungstag.

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