Bondi im US-Kongress: Epstein-Akten-Chaos und wüste Beschimpfungen
Bondi im Kongress: Epstein-Chaos und Beschimpfungen

Chaos im US-Kongress: Bondis umstrittener Auftritt zu Epstein-Akten

Die Anhörung von US-Justizministerin Pam Bondi vor dem Justizausschuss des Kongresses am Mittwoch artete in ein hitziges Spektakel aus, das von Beschimpfungen, Themenwechseln und unbeantworteten Fragen geprägt war. Eigentlich sollte Bondi erklären, warum ihr Ministerium bei der Veröffentlichung der Epstein-Akten Opfer unzureichend schützte und Täter schonte, doch stattdessen präsentierte sie sich aggressiv und erratisch.

Opfer fühlen sich entmenschlicht

Elf Epstein-Opfer, die der Anhörung beiwohnten, bestätigten, dass das Ministerium ihre Anfragen ignoriert habe. Marina Lacerda, eine der Anwesenden, zog ein bitteres Fazit: „Wir haben mehr erwartet. Sie hat uns heute wirklich entmenschlicht. Selbst auf Aufforderung hat sie sich nie bei uns entschuldigt. Viele von uns haben geweint. Sie hat sich aufgeführt wie im Zirkus.“ Bondi verteidigte ihr Vorgehen mit Zahlen: Millionen Aktenseiten seien gesichtet worden, Hunderte Mitarbeiter hätten „Tausende Stunden“ investiert. Kritiker wiesen jedoch darauf hin, dass von sechs Millionen Dokumenten nur rund die Hälfte veröffentlicht wurde – teilweise schlampig, mit sichtbaren Opfernamen und geschwärzten Täterdaten.

Aggressive Taktiken und Themenwechsel

Bondis Auftritt war von Beginn an konfrontativ. Sie unterbrach Abgeordnete, schrie sie an, bezeichnete Fragen als „lächerlich“ und versuchte, das Thema zu wechseln. Besonders irritierend war ihr Verweis auf die Börsenentwicklung: „Der Dow hat die 50.000 Punkte geknackt – darüber sollten wir reden!“, sagte sie, obwohl dies nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fällt. Auf Fragen zu US-Handelsminister Howard Lutnick, der Epstein nach dessen Verurteilung kontaktierte, gab sie keine Antwort.

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Persönliche Beleidigungen und Vorwürfe

Mehrere Abgeordnete wurden von Bondi persönlich beleidigt. Den Demokraten Jamie Raskin nannte sie einen „abgehalfterten Loseranwalt“, während sie den Republikaner Thomas Massie als „gescheiterten Politiker“ bezeichnete, der unter dem „Trump-Verwirrungs-Syndrom“ leide. Raskin warf Bondi eine „massive Epstein-Vertuschungsaktion direkt aus dem Ministerium heraus“ vor und betonte, dass Trumps Name in den Akten häufiger vorkomme als Gottes Name in der Bibel.

Bizarre Szenen und interne Vorbereitung

In einer bizarren Szene unterstellte Bondi der jüdischen Abgeordneten Becca Balint Antisemitismus, was bei Balint, deren Großvater im Holocaust ermordet wurde, Entsetzen auslöste. Pressefotografen fingen zudem ein, dass Bondi in einem dicken Ordner vorbereitete Angriffe auf demokratische Abgeordnete bei sich trug, inklusive Informationen über gesichtete Epstein-Akten. Mitarbeiter wurden beobachtet, wie sie ihr diskret Seiten markierten und Zettel zusteckten.

Reaktionen und Fazit

Die demokratische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez kommentierte am Abend: „Wir alle haben Bondis Auftritt gesehen. Sie schrie und tobte, und ich glaube, das liegt daran, dass sie weiß, dass sie in eine massive Vertuschung verwickelt ist, um einen Pädophilenring zu schützen.“ Die Anhörung hinterließ bei vielen den Eindruck eines peinlichen Schauspiels, das die Glaubwürdigkeit des Justizministeriums weiter untergrub.

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