Demokrat wirft US-Justizministerin Bondi Vertuschung in Epstein-Akten vor
Der demokratische Kongressabgeordnete Jamie Raskin hat US-Justizministerin Pam Bondi im Umgang mit den Akten des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein schwere Vorwürfe gemacht. Bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus warf Raskin Bondi vor, eine «gewaltige Epstein-Vertuschung direkt aus dem Justizministerium heraus» zu betreiben.
Unvollständige Veröffentlichung der Dokumente
Raskin erklärte, der US-Kongress habe das Justizministerium aufgefordert, rund sechs Millionen Dokumente, Fotos und Videos aus den Epstein-Akten zu veröffentlichen. Allerdings seien bisher nur etwa die Hälfte dieser Unterlagen öffentlich gemacht worden. Der Demokrat betonte, dass es sich bei den zurückgehaltenen Dokumenten nicht nur um Duplikate handle, sondern um wesentliche Materialien.
Das US-Justizministerium hatte Ende des vergangenen Monats weitere Ermittlungsakten zum Fall Epstein veröffentlicht. Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche verkündete damals, dass die Sichtung und Überprüfung der Unterlagen damit abgeschlossen sei und das Ministerium seiner Verpflichtung nachgekommen habe.
Kritik an der Transparenz des Ministeriums
Doch Raskin zeigte sich mit dieser Darstellung nicht zufrieden. Er warf Bondi vor, durch die unvollständige Veröffentlichung die Aufklärung des Falls zu behindern. Die Vorwürfe des Demokraten unterstreichen die anhaltenden Kontroversen um die Transparenz der Behörden im Umgang mit den Epstein-Akten.
Die Anhörung im Repräsentantenhaus hat die Diskussion über die Verantwortung des Justizministeriums in dieser Angelegenheit neu entfacht. Raskins Anschuldigungen könnten weitere politische und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, da die Forderung nach vollständiger Offenlegung der Dokumente unvermindert anhält.



