Frühe Haftentlassung für linksextremistische Gewalttäterin Lina E. in Dresden
Haft-Rabatt für Linksextremistin Lina E. in Dresden

Frühe Haftentlassung für linksextremistische Gewalttäterin Lina E. in Dresden

Die verurteilte Gewalttäterin Lina E. (31) aus der linksradikalen Szene könnte überraschend früher aus der Haft entlassen werden. Die 31-Jährige wurde 2023 vom Oberlandesgericht Dresden wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und gefährlicher Körperverletzung zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Laut Gericht hatte sie zwischen 2018 und 2020 mehrere brutale Überfälle auf Personen aus der rechten Szene geplant und verübt, bei denen die Opfer teils schwer verletzt wurden.

Rechtskräftige Verurteilung und aktuelle Entwicklungen

Im März 2025 bestätigte der Bundesgerichtshof das Dresdener Urteil, wodurch die Haftstrafe rechtskräftig wurde. Nun hat das Oberlandesgericht Dresden nach Verbüßung von zwei Dritteln der Gefängnisstrafe und U-Haft entschieden, Lina E. vorzeitig zu entlassen. Eine Gerichtssprecherin erklärte, man habe sich mit einem entsprechenden Antrag befasst und zu ihren Gunsten entschieden. Zuerst hatten „Leipziger Volkszeitung“ und „Sächsische Zeitung“ über diesen Beschluss berichtet, der nach Gerichtsangaben noch nicht rechtskräftig ist.

Hintergrund: Die „Hammerbande“ und weitere Vorwürfe

Lina E. gehörte zur sogenannten „Hammerbande“, die sich auch als „Antifa-Ost“ bezeichnete. Mehreren Mitgliedern dieser Gruppe werden neben Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung und gefährlicher Körperverletzung auch versuchter Mord vorgeworfen. Zwischen dem 9. und 11. Februar 2023, als Lina E. in U‑Haft saß, sollen Mitglieder der Gruppe in Budapest Teilnehmer des Neonazi-Treffens „Tag der Ehre“ angegriffen haben. Die Opfer erlitten dabei Prellungen, Quetschungen und Knochenbrüche.

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Die mögliche frühe Haftentlassung von Lina E. wirft Fragen zur Strafvollstreckung und zur Behandlung von Gewalttätern aus extremistischen Kreisen auf. Die Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden markiert einen bedeutenden Schritt in diesem kontroversen Fall, der weiterhin öffentliche Aufmerksamkeit erregt.

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