Kevin Spacey-Prozess in London ausgesetzt: Außergerichtliche Einigung erzielt
Kevin Spacey-Prozess in London ausgesetzt

Kevin Spacey-Prozess in London nach Einigung ausgesetzt

Der für Oktober geplante Prozess gegen den früheren Hollywood-Star Kevin Spacey wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe ist nach einer außergerichtlichen Einigung zwischen den Parteien ausgesetzt worden. Dies berichtet die Nachrichtenagentur PA unter Verweis auf offizielle Gerichtsdokumente aus London. Der 66-jährige Schauspieler, der in der Vergangenheit bereits mit mehreren Vorwürfen konfrontiert wurde, hat sämtliche Anschuldigungen stets entschieden zurückgewiesen.

Drei Kläger mit schweren Vorwürfen

Insgesamt drei Männer hatten dem zweifachen Oscar-Preisträger vorgeworfen, sie in den Jahren zwischen 2000 und 2015 sexuell missbraucht zu haben. Einer der Kläger gab an, Spacey habe ihn zwischen 2000 und 2005 etwa ein Dutzend Male vorsätzlich angegriffen. Ein weiterer Mann erklärte, er habe den Schauspieler im Rahmen eines Workshops am Londoner Old Vic Theater kennengelernt und leide seit einem mutmaßlichen Angriff im Jahr 2008 unter erheblichen psychischen Problemen sowie finanziellen Einbußen.

Kevin Spacey arbeitete von 2004 bis 2013 als künstlerischer Leiter des renommierten Old Vic Theaters in London, was den Hintergrund für einige der Vorwürfe bildet. Zwei der aktuellen Kläger hatten den US-Schauspieler, bekannt aus Filmen wie American Beauty und der Serie House of Cards, bereits im Zuge eines früheren Strafverfahrens beschuldigt. In diesem Verfahren war Spacey im Jahr 2023 von neun Anklagepunkten freigesprochen worden.

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Einigung ohne öffentliche Details

Nun haben sich die Parteien nach Angaben von PA auf Vergleichsbedingungen geeinigt, was zur Aussetzung des geplanten Prozesses führte. Weitere Einzelheiten zu den genauen Bedingungen dieser Einigung oder zu den bisher angefallenen Kosten des Verfahrens wurden nicht bekannt gegeben. Die außergerichtliche Lösung beendet vorerst die juristische Auseinandersetzung, lässt jedoch viele Fragen offen.

Die Entwicklung unterstreicht die anhaltenden rechtlichen Herausforderungen, mit denen Kevin Spacey konfrontiert ist, obwohl er alle Vorwürfe konsequent bestreitet. Die Einigung könnte sowohl für die Kläger als auch für den Schauspieler eine Möglichkeit darstellen, weitere öffentliche Verhandlungen und deren emotionale Belastungen zu vermeiden.

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