Prozess nach tödlicher Attacke in Magdeburg beginnt im April
Fast zwei Jahre nach einer tödlichen Prügelattacke in Magdeburg wird der Prozess gegen einen mutmaßlichen Täter im April beginnen. Das Landgericht Stendal hat das Verfahren eröffnet, wie ein Gerichtssprecher bestätigte. Da der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt noch jugendlich war, findet die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Tödliche Attacke in der Nacht nach Christi Himmelfahrt
Im Mai 2024 war es in der Nacht nach Christi Himmelfahrt im Magdeburger Stadtteil Neu-Olvenstedt zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung gekommen. Eine Gruppe Jugendlicher griff einen 33-jährigen Mann und seinen Begleiter an und verprügelte sie schwer. Der 33-Jährige erlitt dabei nach Polizeiangaben so massive Verletzungen, dass er notoperiert werden musste und einige Tage später seinen Verletzungen erlag.
Anklage und eingestellte Ermittlungen
Die Staatsanwaltschaft Magdeburg erhob gegen einen der mutmaßlich Beteiligten Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Gegen weitere Tatverdächtige wurden die Ermittlungen im vergangenen Jahr eingestellt. Bei mehreren Erwachsenen und zwei Jugendlichen habe es keinen hinreichenden Tatverdacht gegeben, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft damals mitteilte.
Der Prozess findet vor dem Landgericht Stendal statt, da der mutmaßliche Täter inzwischen in diesem Gerichtsbezirk lebt. Die Verhandlung markiert einen wichtigen Schritt in der Aufarbeitung des tragischen Vorfalls, der die Magdeburger Öffentlichkeit nachhaltig erschüttert hat.



