Anklam: Trinkwasserversorgung für Reparaturen in der Nacht abgestellt
Anklam: Trinkwasser in der Nacht abgestellt

Wasserversorgung in Anklam und Umgebung für Wartungsarbeiten unterbrochen

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde die Trinkwasserversorgung in der Stadt Anklam und zahlreichen umliegenden Gemeinden planmäßig abgestellt. Grund für die Unterbrechung sind dringende Reparaturarbeiten an einer zentralen Leitung im örtlichen Wasserwerk, wie die Gesellschaft für Kommunale Umweltdienste (GKU) mitteilte.

Drei Stunden ohne Wasser für 23 Orte

Die Abschaltung erfolgte zwischen Mitternacht und 3 Uhr morgens und betraf neben der gesamten Stadt Anklam auch 22 weitere Orte in der Region. Zu den betroffenen Gemeinden zählen Alt Kosenow, Bargischow, Butzow, Görke, Kamp, Lüskow, Neu Kosenow, Pelsin, Salchow, Woserow, Ziethen, Menzlin sowie Anklamer Fähre, Auerose, Blesewitz, Dargibell, Gellendin, Gnevezin, Jargelin, Kagendorf, Neuhof und Relzow.

„Wir haben bei den Arbeiten ausreichend Puffer eingeplant“, erklärte Sven Bausemer, Leiter der Anklamer GKU-Betriebsstätte. Die Reparatur konzentrierte sich auf eine etwa 2,50 bis drei Meter lange Rohrstrecke direkt hinter den Pumpen im Wasserwerk, die unter hohem Druck steht.

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Komplette Abschaltung als effizienteste Lösung

Laut Bausemer wäre eine Übergangslösung während der Arbeiten technisch schwierig gewesen und hätte ähnlich viel Zeit in Anspruch genommen wie die vollständige Reparatur. „Das hätte uns letztlich genauso viel Zeit gekostet, wie die gesamte Reparatur“, so der Betriebsstättenleiter. Daher entschied sich die GKU für die temporäre komplette Abschaltung der Wasserversorgung.

Die Maßnahme wurde im Vorfeld mit großen Verbrauchern wie der Anklamer Zuckerfabrik abgestimmt. Nach der Wiederinbetriebnahme kann es vorübergehend zu Eintrübungen des Wassers kommen, da sich durch den Druckwechsel Ablagerungen in den Leitungen lösen können. Die GKU empfiehlt betroffenen Nutzern in diesem Fall, das Wasser kurz ablaufen zu lassen.

Frostperiode mit begrenzten Schäden

Trotz der aktuellen Frostperiode verzeichnete die GKU in der Anklamer Region bislang nur drei größere Rohrbrüche, zuletzt in Wusseken. Die Hauptleitungen des Versorgers blieben weitgehend verschont, da der Frost bisher nicht tief genug in den Boden eindrang. Allerdings gab es vermehrt Schäden an Hausanschlüssen und sogenannten Frostzählern – Wasserzählern, die durch Temperaturen deutlich unter -10 Grad beschädigt wurden.

Besonders betroffen waren Betriebe, bei denen sich Wasseruhren in ungeheizten Nebenräumen von Werkstätten und Hallen befinden. Die GKU nimmt Hinweise aus der Bevölkerung zu möglichen Schadstellen im Leitungsnetz ernst und beobachtet unter anderem ungewöhnliche Nachtverbräuche als Indiz für undichte Stellen.

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