Münchens OB-Wahl: CSU-Kandidat Clemens Baumgärtner will trotz Niederlage in der Politik bleiben
CSU-Politiker Baumgärtner nach OB-Wahl: Zukunft ungewiss

Münchens OB-Wahl: CSU-Politiker Clemens Baumgärtner nach Niederlage mit ungewisser Zukunft

Nach einer enttäuschenden Wahlnacht mit nur 21,3 Prozent der Stimmen bei der Münchner Oberbürgermeisterwahl steht CSU-Kandidat Clemens Baumgärtner vor einer unklaren politischen Zukunft. Trotz der herben Niederlage, bei der er keinen einzigen Stadtbezirk gewinnen konnte und die Stichwahl verpasste, betont der 49-jährige Wirtschaftsanwalt und ehemalige Wirtschaftsreferent: „Auf keinen Fall steige ich aus der Politik aus, ich liebe Politik und ich weiß, was ich kann.“ Die Wahl gewann amtierender SPD-OB Dieter Reiter mit 35,6 Prozent, während Grünen-Kandidat Dominik Krause mit 29,5 Prozent in die Stichwahl zieht.

Ein Jahr intensiver Vorbereitung endet in Enttäuschung

Baumgärtner hatte ein aufreibendes Jahr des Dauerwahlkampfs hinter sich, in dem er seinen lukrativen Beruf ruhen ließ und von Ersparnissen lebte. Mit maximaler Disziplin warf er sogar 30 Kilo ab, um fit für das Amt zu sein. „Es hilft ja nichts, das Leben geht weiter“, kommentiert er die Situation, zeigt sich aber verwundert über die Diskrepanz zwischen positiver Stimmung an Infoständen und dem schlechten Ergebnis. In der CSU-Vorstandssitzung wurde der Wahlkampf dennoch als hervorragend bewertet, wobei interne Stimmen das Ergebnis auf Reiters FC-Bayern-Skandal zurückführen, der Stimmen an Krause kostete.

Ungewisse politische Perspektiven für Baumgärtner

Die Frage nach Baumgärtners zukünftiger Rolle bleibt offen. Mögliche Szenarien im Münchner Stadtrat:

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  • Stadtratsmandat: Als Listenplatz 1 der CSU könnte Baumgärtner ein Mandat im Stadtrat erhalten, falls die Partei in der Opposition bleibt.
  • Bürgermeisterposten: Falls die CSU Koalitionspartner wird, könnten Referenten- oder Bürgermeisterposten angeboten werden, wobei Fraktionschef Manuel Pretzl als möglicher Nutznießer eines internen Deals gilt.
  • Opposition: Bleibt die CSU in der Opposition, dürfte Pretzl Fraktionschef bleiben, und Baumgärtners Einfluss wäre begrenzt.

Pretzl äußerte sich am Montag zurückhaltend zu Personalentscheidungen, da die Fraktionszusammensetzung noch unklar ist. Die CSU verlor zudem im Laufe der Stimmenauszählung ihre Position als stärkste Kraft im Rathaus an die Grünen, was Machtansprüche weiter schwächt. Baumgärtner selbst vermeidet vorläufige Spekulationen über Optionen und betont seine Leidenschaft für die Politik, während die Partei die nächsten Schritte in einer unsicheren kommunalen Landschaft plant.

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