Politik setzt Frist: Straßenbeleuchtung zwischen Warnitz und Friedrichsthal bis Oktober
Frist für Straßenbeleuchtung zwischen Warnitz und Friedrichsthal

Politik setzt klare Frist für dringend benötigte Straßenbeleuchtung

Die Verbindungsstraße zwischen den Schweriner Stadtteilen Warnitz und Friedrichsthal bleibt seit über einem Jahrzehnt im Dunkeln. Dieses langjährige Problem soll nun endlich gelöst werden, nachdem die Schweriner Stadtpolitik der Verwaltung eine verbindliche Frist gesetzt hat. Bis zum 1. Oktober dieses Jahres muss die Beleuchtungsanlage installiert sein, so der Beschluss der Stadtvertreter.

Breites politisches Bündnis fordert schnelle Umsetzung

In einer gemeinsamen Initiative haben die Fraktionen von CDU, SPD, Die Linke und Unabhängige Bürger/FDP einen Antrag eingebracht, der nicht nur die termingerechte Installation vorschreibt, sondern auch besondere Anforderungen an die Technologie stellt. Die zu verwendenden Lampen müssen insektenfreundliche beziehungsweise naturnahe LED-Technik mit geringer Lichtemission aufweisen, um nachtaktiven Insekten die Orientierung zu ermöglichen.

Mit dieser konkreten Fristsetzung gingen die vier Fraktionen sogar über den ursprünglichen Antrag der AfD-Fraktion hinaus, die lediglich die Verwaltung auffordern wollte, selbst einen verbindlichen Termin zu nennen. AfD-Fraktionschefin Petra Federau betonte in der Sitzung, dass ein weiterer Zeitverzug nicht hingenommen werden könne, da die Lampen bereits für das vierte Quartal des Vorjahres zugesagt gewesen seien.

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Verwaltung sieht personelle Hürden

Die Stadtverwaltung von Schwerin sieht sich jedoch mit praktischen Problemen konfrontiert. Vize-Oberbürgermeister Bernd Nottebaum (CDU) erklärte in der Stellungnahme der Verwaltung, dass beide Techniker-Stellen für die Straßenbeleuchtung derzeit unbesetzt seien. Bisherige Ausschreibungsverfahren seien leider erfolglos verlaufen, sodass die Maßnahme aktuell aus Personalgründen nicht umgesetzt werden könne.

Trotz dieser personellen Engpässe signalisierte Nottebaum in seiner Stellungnahme zum Antrag des Vier-Fraktionen-Bündnisses bereits Zustimmung – ohne expliziten Hinweis auf die Personalnot. Dies lässt hoffen, dass alternative Lösungswege gefunden werden könnten.

Wachsende Stadtteile benötigen Infrastruktur

CDU-Stadtvertreter Georg Kleinfeld begründete den mehrfraktionellen Vorstoß mit der dringenden Notwendigkeit der Beleuchtung. „Warnitz und Friedrichsthal sind wachsende Stadtteile“, betonte er und unterstrich damit, dass die infrastrukturelle Entwicklung mit dem Bevölkerungswachstum Schritt halten müsse. Die fehlende Beleuchtung stellt nicht nur ein Sicherheitsrisiko für Fußgänger und Radfahrer dar, sondern beeinträchtigt auch die Lebensqualität in den expandierenden Wohngebieten.

Die politische Initiative zeigt, dass das Thema Straßenbeleuchtung zwischen Warnitz und Friedrichsthal nach Jahren der Vernachlässigung endlich Priorität erhält. Ob die gesetzte Frist bis zum 1. Oktober trotz personeller Herausforderungen eingehalten werden kann, bleibt abzuwarten. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger werden die Entwicklung mit Spannung verfolgen.

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