Brandenburg: Newcastle-Krankheit erfordert Tötung weiterer 377.000 Hühner
Brandenburg: 377.000 Hühner von Newcastle-Krankheit betroffen

Newcastle-Krankheit in Brandenburg: Weitere 377.000 Hühner müssen getötet werden

Die Newcastle-Krankheit, eine hochansteckende Viruserkrankung bei Vögeln, richtet in Brandenburg weiterhin erheblichen Schaden an. In einem bereits betroffenen Legenhennenbetrieb im Landkreis Oder-Spree wurde das Virus nun in weiteren Stallanlagen nachgewiesen, was zur tierschutzgerechten Tötung von zusätzlichen 377.000 Hühnern führt. Das brandenburgische Landwirtschaftsministerium bestätigte die Feststellung des Friedrich-Loeffler-Instituts und ordnete umfassende Maßnahmen an.

Ausbreitung der Seuche und bisherige Auswirkungen

In den Landkreisen Dahme-Spreewald und Oder-Spree häufen sich die Ausbrüche in Geflügelbetrieben. Bislang mussten bereits etwa 2,1 Millionen Tiere in Brandenburg wegen der Newcastle-Krankheit getötet werden. Jüngere Fälle betreffen Hunderttausende zusätzliche Tiere, darunter ein Masthähnchenbetrieb mit rund 70.000 Tieren im Landkreis Oder-Spree und sechs weitere Stallanlagen mit jeweils etwa 40.000 Tieren im Landkreis Dahme-Spreewald, wo bisher um die 240.000 Tiere getötet wurden.

Maßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche

Zur Bekämpfung der Newcastle-Krankheit, die auch als „atypische Geflügelpest“ bekannt ist, wurden strenge Vorschriften erlassen:

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  • Tierschutzgerechte Tötung der infizierten Tiere
  • Einrichtung einer Schutzzone in einem Radius von mindestens drei Kilometern
  • Einrichtung einer Überwachungszone in einem Radius von mindestens zehn Kilometern um betroffene Betriebe
  • Stallpflicht und Transportverbot für Vögel, Fleisch und Eier
  • Untersagung von Geflügelmessen und -märkten

Diese Maßnahmen werden durch Tierseuchenallgemeinverfügungen der Landkreise angeordnet, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Hintergründe und Impfpflicht

Die Newcastle-Krankheit war zuletzt vor etwa 30 Jahren in Deutschland aufgetreten und unterliegt einer Impfpflicht. Das Virus wird in hohen Mengen über Körpersekrete und Kot erkrankter Tiere ausgeschieden, wobei auch Eier kontaminiert sein können. Die genaue Ursache für das Eindringen des Virus in die Betriebe ist bislang ungeklärt, was die Bekämpfung erschwert.

Die Situation bleibt angespannt, da kein Ende der Seuche in Sicht ist. Die betroffenen Regionen müssen weiterhin mit strengen Auflagen und wirtschaftlichen Verlusten kämpfen, während die Behörden die Ausbreitung überwachen und eindämmen.

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