Landratswahl im Kreis Spree-Neiße: Vier Kandidaten buhlen um Nachfolge von Altekrüger
Landratswahl Spree-Neiße: Vier Kandidaten im Rennen

Landratswahl im Kreis Spree-Neiße: Vier Kandidaten im Rennen um Nachfolge

Im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße steht am kommenden Sonntag eine bedeutende Wahl an. Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden darüber, wer künftig das Amt des Landrats übernehmen wird. Insgesamt vier Kandidaten haben sich für die Wahl aufgestellt und präsentieren ihre Visionen für die Region. Der bisherige Amtsinhaber Harald Altekrüger von der CDU tritt nicht mehr an und wird sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden.

Strukturwandel und demografische Herausforderungen als Kernthemen

Für den Kreis im Südosten Brandenburgs dürften in den kommenden Jahren der erfolgreiche Strukturwandel und der Umgang mit dem demografischen Wandel zu den zentralen politischen Aufgaben gehören. Das Lausitzer Braunkohlerevier liegt mitten im Kreisgebiet und prägt seit Jahrzehnten die wirtschaftliche Struktur. Der Rückgang der Bevölkerung stellt zusätzlich eine erhebliche Herausforderung für die weitere Entwicklung der Region dar.

AfD als starke Kraft im Wahlkreis

Der Landkreis Spree-Neiße hat sich in jüngster Vergangenheit zu einer Hochburg der AfD entwickelt. Bei der Kommunalwahl im Juni 2024 erzielte die Partei mit 38,2 Prozent ihr bislang stärkstes Ergebnis in ganz Brandenburg – fast doppelt so viele Stimmen wie die CDU, die auf 20,1 Prozent kam. Auch bei der Europawahl holte die AfD im Landkreis beachtliche 37,8 Prozent, und bei der Landtagswahl im September 2024 erreichte sie im Wahlkreis Spree-Neiße II sogar 41,7 Prozent der Stimmen.

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Die Kandidaten und ihre Programme

Christine Beyer (AfD): Die 61-jährige Produktmanagerin und AfD-Kreisvorstandsmitglied gilt als aussichtsreiche Kandidatin. Seit 2024 leitet sie die AfD-Fraktion im Forster Stadtparlament. Zu ihren zentralen Forderungen gehört der Erhalt des Klinikstandorts in der Kreisstadt Forst.

Martin Heusler (CDU): Der Oberstleutnant und Kreistagsabgeordnete wirbt für einen aktiven Strukturwandel. Auf seiner Website betont er: „Zukunft nicht irgendwo anders passiert, sondern genau hier bei uns“. Er möchte die Entwicklung der Region maßgeblich mitgestalten.

Heiko Jahn (SPD): Als Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH, die sich auch um die Verteilung der Gelder aus dem Kohleausstieg kümmert, will Jahn ein Hauptaugenmerk darauf richten, „die Ergebnisse aus Forschung und Wissenschaft zu marktfähigen Produkten“ zu entwickeln.

Robert Hanschke (Die Partei): Der Lehrer tritt für die satirische Partei an und bringt mit Forderungen wie „Eckkneipen gehören wieder in die Mitte der Gesellschaft“ und „Neubau nur mit Luftschutzbunker“ humorvolle Akzente in den Wahlkampf.

Die Wahl am Sonntag wird zeigen, welche politische Richtung die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Spree-Neiße für die kommenden Jahre einschlagen wollen und wer die anstehenden Herausforderungen meistern soll.

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