Sebastian Ehlers: Vom Stadtpräsidenten zum Oberbürgermeister-Kandidaten in Schwerin
Der 43-jährige Sebastian Ehlers, aktuell Stadtpräsident von Schwerin, strebt nun das Amt des Oberbürgermeisters in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns an. Der CDU-Politiker, der bereits als Parlamentsabgeordneter im Landtag und als Stadtpräsident aktiv ist, möchte seine politische Karriere in seiner Heimatstadt fortsetzen.
Kindheit und politische Wurzeln in der Weststadt
Ehlers, der in der Schweriner Weststadt aufgewachsen ist, verbindet mit der Stadt tiefe Kindheitserinnerungen. „Ich hatte wirklich eine sehr schöne Kindheit“, betont der Kandidat. Er erinnert sich an den großen Zusammenhalt und die Freiheit, als Kind bis zur Dunkelheit draußen unterwegs sein zu können. Diese Erfahrungen prägten sein Gefühl von Gemeinschaft und Heimat, das ihn bis heute begleitet.
Nach dem Besuch der Friedrich-Engels-Schule, heute John-Brinckman-Schule, und dem Goethe-Gymnasium studierte Ehlers Politische Wissenschaft, Öffentliches Recht und Neue Geschichte in Rostock. Schon früh zeigte er gesellschaftliches Engagement als Klassen- und Schülersprecher.
Politische Karriere und persönliche Überzeugungen
In der Schweriner Jungen Union machte Ehlers schnell Karriere und wurde 2019 zum Stadtpräsidenten gewählt. Den Sprung in den Landtag schaffte er im zweiten Anlauf – eine Erfahrung, die er als Teil des politischen Geschäfts betrachtet: „Man muss auch eine Wahl verlieren können.“
Im Wahlkampf setzt Ehlers bewusst auf eine Personenwahl statt auf Parteipolitik. Auf seinen Wahlplakaten verzichtet er auf ein großes CDU-Logo und trägt den Parteinamen nur als Sticker am Revers. Rund 70.000 Euro investiert er in seinen Wahlkampf, unter anderem für die Verteilung einer kleinen Sebastian-Ehlers-Figur namens „Basti“ als Werbegeschenk.
Privatleben und Visionen für Schwerin
Privat ist Ehlers verheiratet und Vater von drei Kindern. Seine Freizeit verbringt er vor allem mit der Familie und als leidenschaftlicher Fußballfan mit einer Dauerkarte für den Hamburger SV. „Fußball ist eine schöne Abwechslung, da kann man mal den Kopf freibekommen“, erklärt er.
Für Schwerin sieht Ehlers großes Potenzial im Welterbe-Status der Stadt. „Das ist eine riesige Chance, die wir noch besser vermarkten müssen“, unterstreicht er. Als zukünftiger Oberbürgermeister möchte er die verschiedenen Interessen in der Stadt bündeln und die Verwaltung effektiv steuern.
Pragmatischer Ansatz und Teamwork
Ehlers hält nichts von pompösen 100-Tage-Programmen. Stattdessen setzt er auf pragmatischen Austausch und Teamwork: „Am Ende ist ein Oberbürgermeister nur so gut wie seine Verwaltung.“ Direkt nach einer möglichen Amtsübernahme plant er zunächst Gespräche mit dem Team im Stadthaus.
Mit „totaler Überzeugung“ tritt der 43-Jährige an, um Verwaltungschef in seiner Heimatstadt zu werden. Seine Bewerbung erscheint als logischer Schritt in einer politischen Laufbahn, die tief in der Schweriner Gemeinschaft verwurzelt ist.



