Stichwahl in Teterow: Wahlverlierer geben keine Empfehlung für Bürgermeister-Entscheidung
In der Bergringstadt Teterow steht am Sonntag, dem 15. März, eine bedeutende politische Entscheidung an. Nachdem bei der ersten Runde der Bürgermeisterwahl am 1. März keiner der vier Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit erreichen konnte, müssen die Teterower Bürger nun in einer Stichwahl zwischen Robert Straßburg von der SPD und dem Einzelbewerber Thomas Gütschow entscheiden. Die Wahlverlierer aus der ersten Runde – die CDU-Fraktion und Einzelbewerber Enrico Malow – haben sich jedoch bewusst dagegen entschieden, eine Wahlempfehlung für einen der beiden verbliebenen Kandidaten auszusprechen.
CDU-Fraktion überlässt Entscheidung den Bürgern
Die Teterower CDU-Fraktion hat nach intensiven internen Beratungen beschlossen, sich nicht für einen der beiden Stichwahlkandidaten zu positionieren. In einer offiziellen Mitteilung erklärte die Fraktion: „Als CDU haben wir in dieser Wahl einen eigenen Kandidaten ins Rennen geschickt. Mit dem Rückzug von Matthias Hantel aus der Stadtvertretung und dem Ende des Wahlkampfes ist für uns nun der Moment gekommen, einen Schritt zurückzutreten und den Bürgerinnen und Bürgern die Entscheidung im zweiten Wahlgang zu überlassen.“
Dennoch formulierte die Union klare Erwartungen an den künftigen Rathauschef: „Unabhängig davon, wer die Stichwahl gewinnt, erwarten wir künftig einen Stil im Rathaus, der von Dialogbereitschaft, Respekt und der Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Stadtvertretung geprägt ist. Gerade in den kommenden Jahren stehen für Teterow wichtige Aufgaben an. Diese Herausforderungen erfordern aus Sicht der CDU-Fraktion eine konstruktive Zusammenarbeit der demokratischen Kräfte in der Mitte.“
Enrico Malow erwartet Kopf-an-Kopf-Rennen
Auch Einzelbewerber Enrico Malow, der im ersten Wahlgang immerhin 11,9 Prozent der Stimmen erreichen konnte, gibt keine Wahlempfehlung ab. Gegenüber dem Nordkurier begründete er diese Entscheidung damit, dass er die beiden Stichwahlkandidaten zu wenig kenne. Dennoch äußerte er sich zu deren Profilen: „Robert Straßburg ist ein junger Mann mit vielen Ideen. Ich glaube aber, dass er es bei den Mehrheitsverhältnissen in der Stadtvertretung schwer haben wird, sich durchzubeißen. Thomas Gütschow hat die größere Lebens- und kommunalpolitische Erfahrung und ist mit den Verhältnissen in der Stadt nach meiner Auffassung gut vertraut.“
Malow erwartet für den 15. März ein äußerst knappes Ergebnis und beschränkt sich auf den Wunsch: „Möge im Sinne der Stadt Teterow der Bessere gewinnen.“ Damit bleibt die Entscheidung vollständig in den Händen der Wähler, die am kommenden Sonntag die Weichen für die Zukunft ihrer Stadt stellen werden.



