Exil-Iraner aus Sachsen-Anhalt berichten ihre Sicht auf den Konflikt
Nach dem jüngsten Angriff auf den Iran herrscht in vielen Regionen des Landes Funkstille. Zwei Frauen aus Sachsen-Anhalt, die selbst aus dem Iran stammen, bangen derzeit um ihre Familien und berichten von einer Mischung aus großer Angst und neuer Hoffnung.
Funkstille und ungewisse Zukunft
Faryad Parwisibaran, eine Exil-Iranerin, die seit 2015 in Magdeburg lebt, hat seit Anfang Februar keine direkte Verbindung mehr zu ihrer Familie in der Nähe von Teheran. „Das Letzte, was ich von meiner Mutter weiß, stammt aus dieser Zeit“, erzählt sie. Der Iran ist weitgehend von der weltweiten Kommunikation abgeschnitten, was die Situation für Angehörige im Ausland besonders belastend macht.
Parwisibaran schildert, dass ihre Schwester ihr berichtete, wie ihre Mutter den ganzen Tag nur aus dem Fenster schaute. „Sie wartete darauf, dass der Angriff endlich kommt“, so die Exil-Iranerin. Diese Ungewissheit und das Gefühl der Hilflosigkeit prägen derzeit das Leben vieler Exilanten.
Perspektiven aus Sachsen-Anhalt
Die beiden Frauen aus Sachsen-Anhalt betonen, dass es sich bei dem Konflikt nicht um einen Krieg gegen die einfachen Leute handelt. Vielmehr sehen sie die Zivilbevölkerung als diejenigen, die am meisten unter den politischen Spannungen und militärischen Auseinandersetzungen leiden.
- Die Angst um das Wohlergehen der Familien im Iran ist allgegenwärtig.
- Gleichzeitig gibt es auch Momente der Hoffnung auf eine friedliche Lösung.
- Die Kommunikationssperre erschwert den Austausch und verstärkt die Sorgen.
Die Exil-Iranerinnen hoffen, dass die internationale Gemeinschaft die humanitäre Lage im Iran nicht aus den Augen verliert und sich für den Schutz der Zivilbevölkerung einsetzt. Ihre Berichte aus Sachsen-Anhalt bieten einen persönlichen Einblick in die Auswirkungen des Konflikts auf Familien, die durch Grenzen getrennt sind.



