Sat.1-Dokumentation deckt auf: Kriminelle syrische Großfamilie erhielt monatlich 10.000 Euro vom Amt
In der aktuellen Folge seiner Sat.1-Dokumentationsreihe „RONZHEIMER – Wie geht’s, Deutschland?“ geht BILD-Vize Paul Ronzheimer der brisanten Frage nach, warum Migration und Abschiebung in Deutschland teilweise so ungerecht ablaufen. Die Sendung, die am Dienstagabend um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird, stellt unter anderem einen besonders erschütternden Fall vor, der für große Empörung sorgt.
Die syrische Großfamilie H.: Anerkannte Flüchtlinge mit gewaltigem Strafregister
Im Mittelpunkt der Dokumentation steht die syrische Großfamilie H., deren 17 Mitglieder im Jahr 2015 als anerkannte Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Seit ihrer Ankunft verbreiteten sie jedoch Angst und Schrecken. Das Strafregister der Familie ist gewaltig und umfasst Diebstahl, Erpressung und versuchten Totschlag. Sechs der Familienmitglieder waren bereits im Gefängnis inhaftiert.
Paul Ronzheimer trifft in seiner Recherche auch Menschen, die Deutschland trotz gelungener Integration wieder verlassen sollen. Er stellt die provokante Frage: „Schiebt der Staat die Falschen ab?“ Denn während integrationswillige Menschen abgeschoben werden, leben schwerkriminelle Geflüchtete seit Jahren ungestört in Deutschland, weil Abschiebungen rechtlich nicht möglich sind.
Über 160 Delikte und eine bundesweit bekannte Messerattacke
Die syrische Großfamilie H. hatte insgesamt über 160 Delikte zu verantworten und lebte dennoch jahrelang unbehelligt in Stuttgart. Eine der Straftaten erregte besonders großes Aufsehen: Am 30. Juni 2024 stachen die drei Brüder Mohammed (23), Khalil (17) und Jamil (27) mit einem Messer auf Passanten ein und verletzten einen Mann lebensgefährlich.
Allein der jüngste der drei Brüder hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 34 Straftaten begangen. Die drei wurden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, während der Rest der Familie Deutschland schließlich auf Druck des Sonderstabs für gefährliche Ausländer verließ.
Monatliche Zahlungen von 10.000 Euro trotz krimineller Aktivitäten
In der Sat.1-Doku trifft Paul Ronzheimer den Vermieter der Großfamilie, Faruk Saygin. Dieser zeigt dem Journalisten, wie die Familie das Haus zurückließ, in dem sie jahrelang gewohnt hatte. In einem Steingrill fanden die beiden verbrannte Dokumente. „Die waren eigentlich die ganze Zeit hier im Haus“, berichtet Faruk. „Die Kinder hatten viel Angst vor dem Anführer.“
Dennoch kam die Miete immer pünktlich – sie wurde vollständig vom Jobcenter bezahlt. Insgesamt überwies das Amt monatlich 10.000 Euro an die Familie: 2000 Euro Miete plus durchschnittlich 470 Euro zusätzliche Leistungen pro Person. Noch heute flattern Rechnungen ins Haus, darunter Mahnungen über unbezahlte iPhones.
Sonderstabs-Strategie der „1000 Nagelstiche“ zeigt Wirkung
Dass die Familie Deutschland schließlich verlassen hat, ist einem 50-köpfigen Sonderstab für gefährliche Ausländer zu verdanken. Paul Ronzheimer trifft einen der Ermittler dieser Spezialeinheit, der unerkannt bleiben möchte. Der Ermittler berichtet, man habe der Familie deutlich gemacht, dass ihr Aufenthalt in Deutschland so unattraktiv wie möglich gestaltet würde, falls sie nicht freiwillig ausreise.
Dazu gehörten regelmäßige Prüfungen und Einschränkungen der Sozialleistungen. „Die Strategie der 1000 Nagelstiche hat schließlich gefruchtet“, erklärt der Ermittler. Die Dokumentation zeigt damit eindrücklich die Herausforderungen und Widersprüche im deutschen Migrations- und Abschiebesystem auf.



