US-Richter lehnt Asylantrag von Familie des fünfjährigen Liam Conejo Ramos ab
US-Richter lehnt Asylantrag von Liam Conejo Ramos' Familie ab

US-Richter lehnt Asylantrag von Familie des fünfjährigen Liam Conejo Ramos ab

Die Fotos von der Festnahme des fünfjährigen Liam Conejo Ramos mit seinem Spiderman-Rucksack und der Hasenohrmütze durch Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE gingen um die Welt. Nun wurde das Asylgesuch der Familie nach Angaben ihrer Anwälte von einem Richter abgelehnt. Die Nachrichtenagentur AP berichtete unter Berufung auf die Anwältin der Familie, dass eine Abschiebung nach Ecuador angeordnet wurde.

Fall sorgte international für Empörung

Der Fall hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt: Im Januar wurde der fünfjährige Liam zusammen mit seinem Vater von ICE-Beamten in Gewahrsam genommen. Zehn Tage später wurden beide auf Anordnung eines Richters aus einer texanischen Haftanstalt freigelassen. Die Anwälte der Familie kündigten umgehend Berufung gegen die jüngste Entscheidung an.

„Wir sind einfach zutiefst enttäuscht über die fehlgeleitete Entscheidung des Richters“, zitiert AP die Anwältin Danielle Molliver. Sie betonte, dass der Junge zwar wieder in seiner Schule in einem Vorort von Minneapolis sei, doch er und sein Vater seien von ihrer Zeit in Haft schwer mitgenommen.

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Kritik an rigorosem Vorgehen der ICE-Beamten

Laut dem US-Heimatschutzministerium hatte sich der Einsatz gegen den Vater gerichtet, der aus Ecuador stamme und sich illegal in den USA aufhalten soll. Der Familienanwalt widersprach dieser Darstellung und erklärte, der Vater sei legal eingereist und habe Asyl beantragt.

Die Festnahme des Jungen während einer Razzia in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota löste internationale Empörung aus. Kritiker sahen darin einen weiteren Beleg für das rigorose Vorgehen der ICE-Beamten als Teil der aggressiven Migrationspolitik unter der Regierung von Donald Trump.

Hintergrund der landesweiten Einsätze

Die Festnahmen und die landesweite Berichterstattung fanden im Zuge eines massiven Einsatzes von Tausenden Einwanderungsbeamten im Großraum Minneapolis statt. Bei diesen Operationen in Minnesota wurden zwei Menschen von Grenzschutzkräften erschossen: die 37-jährige Renée Good und der 37-jährige Alex Pretti.

Die Abschiebepolitik von Donald Trump spaltet die USA weiterhin. Mitte Februar kündigte der Grenzbeauftragte Tom Homan ein Ende der Razzien in Minnesota an. Gleichzeitig benötigt die Abschiebebehörde ICE mehr Gefängnisse für Migranten. In Utah hat die Regierung eine Lagerhalle erworben, was vor Ort zu Widerstand führte – auch gegen den Verkäufer, ein Tochterunternehmen der Deutschen Bank.

Die Berufung der Familie gegen die Ablehnung ihres Asylantrags wird nun das weitere Schicksal von Liam Conejo Ramos und seiner Familie bestimmen. Der Fall bleibt ein Symbol für die kontroverse US-Migrationspolitik und ihre humanitären Auswirkungen.

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