Streit um Bundeswehr-Frisuren: Wehrbeauftragter fordert dringend neuen Haar- und Barterlass
Bundeswehr-Frisuren: Wehrbeauftragter fordert neuen Barterlass

Streit um Bundeswehr-Frisuren: Wehrbeauftragter fordert dringend neuen Haar- und Barterlass

In der Bundeswehr herrscht weiterhin Unklarheit über das äußere Erscheinungsbild der Soldaten. Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte (57, CDU), schlägt Alarm und verlangt endlich klare Vorgaben für Frisuren und Bärte. „Der Haar- und Barterlass ist für den täglichen Dienst der Truppe von Bedeutung und sollte längst vorliegen“, kritisiert Otte scharf die Untätigkeit des Verteidigungsministeriums.

Sieben Jahre Wartezeit auf neue Regeln

Otte macht seinem Ärger Luft und betont: „Seit mehr als sieben Jahren warten unsere Soldatinnen und Soldaten auf eine neue Rechtsgrundlage für das äußere Erscheinungsbild, nachdem das Bundesverwaltungsgericht eine entsprechende Neuregelung angemahnt hat.“ Er fügt hinzu, dass die Orientierung an veralteten Vorschriften zunehmend für Unmut sorge und aus seiner Sicht nicht akzeptabel sei.

Hintergrund ist ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus dem Jahr 2019, das eine Überarbeitung der Regelungen innerhalb eines überschaubaren Zeitraums forderte. Auslöser war eine Klage eines Stabsfeldwebels, der als Soldat lange Haare tragen wollte – ähnlich wie es Soldatinnen erlaubt ist. Obwohl das Gericht seine Beschwerde zurückwies, mahnte es eine zeitnahe Neuregelung an.

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Forderung nach moderner und funktionaler Lösung

Der Wehrbeauftragte fordert eine zeitgemäße Lösung, die sowohl militärische Funktionalität als auch individuelle Bedürfnisse berücksichtigt. „Im militärischen Dienst sind klare und verlässliche Regeln entscheidend, damit Führung und Personal wissen, woran sie sich orientieren müssen“, erklärt Otte. Eine Neuregelung müsse daher praxisnah und an die heutigen Anforderungen angepasst sein.

Im Verteidigungsministerium heißt es dagegen nur, dass die neue Dienstvorschrift zum äußeren Erscheinungsbild noch nicht fertiggestellt sei. Diese Aussage verstärkt die Kritik von Otte, der die Verzögerung als inakzeptabel bewertet und auf die dringende Notwendigkeit einer einheitlichen Regelung hinweist.

Die Debatte zeigt, dass selbst scheinbar kleine Details wie Frisuren und Bärte in der Bundeswehr große Bedeutung haben können. Klare Vorgaben sind nicht nur für die Disziplin, sondern auch für die Motivation der Truppe essenziell. Ohne eine zeitnahe Lösung droht der Unmut unter den Soldaten weiter zu wachsen.

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