Monatelange Überwachung führte zu tödlichem Luftschlag gegen Irans Führung
Die erfolgreiche Tötung von Ajatollah Ali Khamenei durch Luftschläge der USA und Israels war das Ergebnis intensiver, monatelanger Geheimdienstarbeit. Wie die New York Times und CNN unter Berufung auf eingeweihte Personen berichten, gelang die Operation durch präzise Überwachung und Ausforschung des als übervorsichtig geltenden iranischen Obersten Führers.
Gelegenheit durch geheimes Treffen in Teheran
Der entscheidende Durchbruch kam, als der US-Auslandsgeheimdienst CIA von einem geplanten Treffen hochrangiger iranischer Führungspersönlichkeiten in Teheran erfuhr. Laut CNN sollten sich diese am Samstagmorgen an verschiedenen Orten innerhalb eines Komplexes treffen, der die Büros des Ajatollahs, der iranischen Präsidentschaft und des Nationalen Sicherheitsrates beherbergte.
Ursprünglich war ein nächtlicher Angriff geplant gewesen, doch aufgrund dieser wertvollen Information entschieden sich die Planer um. Die CIA gab ihre Erkenntnisse an Israel weiter, wo Generalstabschef Eyal Zamir in einem Schreiben an die Piloten der israelischen Luftwaffe schrieb: „Wir schreiben Geschichte. Ich vertraue euch.“
Präzisionsangriff mit Langstreckenraketen
Die Angriffe begannen um sechs Uhr morgens mit Kampfflugzeugen, die mit Langstreckenraketen und Präzisionswaffen ausgerüstet waren. Alle drei Standorte innerhalb des Komplexes wurden gleichzeitig getroffen, wobei die Raketen das Gelände gegen 9.40 Uhr Ortszeit erreichten. Stunden später gab der US-Präsident den Tod Khameneis bekannt.
Es bleibt unklar, was die höchsten Führer Irans dazu veranlasste, sich mitten in Teheran an demselben Ort wie Khamenei aufzuhalten – besonders zu einem Zeitpunkt, als die USA umfangreiche militärische Feuerkraft in der Region aufgeboten hatten.
Jahrelange Vorbereitung und verbesserte Aufklärung
Bereits im Juni des Vorjahres hatte der US-Präsident behauptet, die Vereinigten Staaten wüssten, wo sich Khamenei versteckt halte und könnten ihn töten. Diese Information stützte sich laut einem ehemaligen US-Beamten gegenüber der New York Times auf dasselbe Netzwerk, das auch für die jüngste Operation genutzt wurde.
Seitdem haben sich die gesammelten Informationen jedoch deutlich verbessert. Auch während des Zwölftagekrieges zwischen Israel und Iran im vergangenen Juni erfuhren die Vereinigten Staaten mehr darüber, wie der Oberste Führer und die Revolutionswächter unter Druck kommunizierten und sich bewegten.
Versäumnisse der iranischen Führung
Die erfolgreiche Operation zeigt deutlich, dass die iranischen Führer angemessene Vorsichtsmaßnahmen vernachlässigten. Dies geschah, obwohl sowohl Israel als auch die Vereinigten Staaten klare Signale gesendet hatten, dass sie sich auf einen Krieg vorbereiteten. Die monatelange Geheimdienstarbeit zahlte sich schließlich in Form eines präzisen, koordinierten Angriffs aus, der die iranische Führungsspitze entscheidend traf.
Die Enthüllungen werfen ein bezeichnendes Licht auf die Effektivität internationaler Geheimdienstkooperation und die Verwundbarkeit selbst streng abgeschirmter Regime. Die detaillierten Berichte ermöglichen nun einen beispiellosen Einblick in die Hintergründe einer der folgenreichsten Militäroperationen der jüngeren Zeit.



