Ehemaliger US-Kampfpilot wegen mutmaßlicher Ausbildung chinesischer Militärpiloten festgenommen
Die US-Behörden haben einen früheren Kampfjetpiloten der Air Force festgenommen, der angeblich ohne Genehmigung chinesische Militärpiloten ausgebildet hat. Der 65-jährige Gerald B., der über umfangreiche Erfahrungen mit dem modernen Tarnkappen-Kampfflugzeug F-35 verfügt, wurde im Bundesstaat Indiana in Gewahrsam genommen. Das US-Justizministerium wirft ihm vor, gegen Bestimmungen der Waffenexportkontrolle verstoßen zu haben.
Schwere Vorwürfe des Justizministeriums
Laut offiziellen Angaben soll der ehemalige Elite-Pilot mindestens seit August 2023 Ausbildungsdienste für das chinesische Militär erbracht haben. Das Justizministerium bezeichnet dies als "mutmaßlichen Betrug des eigenen Landes" und sieht darin eine erhebliche Bedrohung der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten. Für die Ausbildung ausländischer Streitkräfte durch US-Staatsangehörige ist zwingend eine Genehmigung des US-Außenministeriums erforderlich, die B. offenbar nicht besaß.
"Er hat mutmaßlich sein Land betrogen, indem er chinesische Piloten darin ausbildete, gegen jene zu kämpfen, die zu beschützen er geschworen hat", erklärte eine Sprecherin des Justizministeriums. Die Behörden betonen, dass die Ausbildung potenzieller Gegner der USA eine schwerwiegende Sicherheitsgefährdung darstelle.
Hintergrund des beschuldigten Piloten
Der langjährige Soldat war 1996 aus dem Dienst des US-Militärs ausgeschieden und verfügt über eine beeindruckende Karriere:
- Jahrzehntelange Erfahrung im Fliegen von US-Militärflugzeugen
- Kommandoverantwortung für Einheiten, die für Trägersysteme von Atomwaffen zuständig waren
- Ausbildertätigkeit für Piloten des US-Militärs
- Nach seiner Militärzeit: Frachtmaschinenpilot und Trainer für US-Rüstungsunternehmen
Besonders brisant ist seine Expertise mit dem Hightech-Jet F-35, einem der modernsten Kampfflugzeuge der US-Streitkräfte, dessen Technologien und Einsatzverfahren streng geheim sind.
Internationale Dimension des Falls
Der aktuelle Fall ist kein Einzelfall. Bereits 2023 hatten Medienberichte enthüllt, dass auch deutsche Kampfjetpiloten gegen Bezahlung ihr Wissen mit der chinesischen Volksbefreiungsarmee teilten. Diese Enthüllungen werfen Fragen über die Sicherheitsvorkehrungen bei der Weitergabe militärischer Expertise an potenzielle Gegner auf.
Der beschuldigte Pilot soll noch heute einem Haftrichter in Indiana vorgeführt werden. Das Justizministerium hat die genauen Anklagepunkte bisher nicht veröffentlicht, sodass unklar bleibt, welche maximale Strafe dem 65-Jährigen drohen könnte. Die Ermittlungen dauern an, während Sicherheitsexperten die möglichen Auswirkungen auf die nationale Verteidigung der USA diskutieren.



