Militärflugzeug in Kolumbien abgestürzt: Über 120 Menschen an Bord
Ein schwerer Flugzeugabsturz hat sich im Süden Kolumbiens ereignet. Ein Militärflugzeug der kolumbianischen Luftwaffe ist kurz nach dem Start vom Flughafen in Puerto Leguízamo im Departamento Putumayo abgestürzt. Das Unglück ereignete sich in der Nähe der Grenze zu Peru und hat die Region in einen Ausnahmezustand versetzt.
Offizielle Bestätigung und erste Details
Verteidigungsminister Pedro Sánchez bestätigte den Vorfall über die Plattform X. In seiner Mitteilung gab er zunächst keine Details zu möglichen Todesopfern oder Verletzten bekannt. Nach Angaben des Luftwaffenkommandeurs General Carlos Fernando Silva befanden sich insgesamt 125 Menschen an Bord der Maschine: 114 Passagiere und 11 Besatzungsmitglieder.
Die meisten Insassen waren Soldaten, die zu einem Einsatz unterwegs waren. Die genaue Mission des Flugzeugs wurde nicht näher spezifiziert, doch handelte es sich um einen regulären Militärflug der kolumbianischen Streitkräfte.
Rettungsaktionen laufen auf Hochtouren
Lokalen Berichten zufolge konnten bislang 67 Menschen gerettet werden. Anwohner und Sicherheitskräfte machten sich umgehend auf den Weg zum Unglücksort, um Verletzte zu versorgen. Der Radiosender Bluradio berichtete, dass Dutzende von Menschen in nahegelegene Krankenhäuser gebracht wurden.
Mehrere der Verletzten befinden sich in kritischem Zustand, wie ein lokaler Beamter gegenüber Bluradio mitteilte. Die Rettungskräfte arbeiten unter Hochdruck, um alle Überlebenden zu bergen und medizinisch zu versorgen. Die abgelegene Lage des Unglücksortes erschwert die Rettungsarbeiten erheblich.
Ursache noch unklar – Videos zeigen Rauchwolken
Die Ursache des Absturzes ist bisher völlig unklar. Weder Wetterbedingungen noch technische Probleme wurden als mögliche Auslöser genannt. Die Untersuchungen durch die Luftfahrtbehörden und das Militär haben gerade erst begonnen.
In sozialen Netzwerken verbreitete Videos zeigen eine große graue Rauchwolke und zahlreiche Trümmerteile am Unglücksort. Die Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Katastrophe und die schnelle Reaktion der lokalen Bevölkerung, die sofort zu Hilfe eilte.
Region Putumayo im Ausnahmezustand
Das Departamento Putumayo im Süden Kolumbiens ist eine abgelegene Region, die für ihre schwierigen geografischen Bedingungen bekannt ist. Der Flughafen von Puerto Leguízamo dient als wichtiger Knotenpunkt für militärische und zivile Flüge in der Grenzregion zu Peru.
Die kolumbianische Regierung hat noch keine offizielle Stellungnahme zum weiteren Vorgehen abgegeben. Es wird erwartet, dass Präsident Gustavo Petro sich in Kürze zu dem Vorfall äußern wird. Familienangehörige der Insassen wurden über spezielle Hotlines informiert und warten auf weitere Nachrichten über das Schicksal ihrer Angehörigen.
Dieser Flugzeugabsturz gehört zu den schwersten Militärflugzeugunglücken in der jüngeren Geschichte Kolumbiens. Die genaue Zahl der Todesopfer steht noch nicht fest, da die Bergungsarbeiten aufgrund der schwierigen Geländebedingungen voraussichtlich noch mehrere Stunden andauern werden.



