Tragödie in Bolivien: Militärflugzeug mit Bargeld verunglückt – 15 Tote bei Landeunfall
In Bolivien hat sich am Freitag ein schweres Flugzeugunglück ereignet, bei dem mindestens 15 Menschen ums Leben kamen. Ein mit Geldscheinen beladenes Militärflugzeug verunglückte bei der Landung auf dem Flughafen El Alto, westlich der Hauptstadt La Paz. Die Maschine kam von der Landebahn ab und verursachte erhebliche Schäden, wobei mehrere Autos und Lastwagen von Trümmerteilen schwer beschädigt wurden. Nach Angaben der Feuerwehr gab es zudem mindestens 20 Verletzte, während die Unglücksursache zunächst unklar blieb.
Chaotische Szenen am Unfallort
Das Flugzeug transportierte von der Zentralbank ausgegebene Banknoten, die nach dem Unfall über den Unfallort verstreut waren. Aufnahmen von TV-Sendern zeigten, wie die Polizei Tränengas einsetzte, um Einwohner davon abzuhalten, die Geldscheine aufzusammeln. Das Verteidigungsministerium betonte, dass die Scheine noch nicht mit Seriennummern versehen waren und daher keinen gesetzlichen Wert und keinerlei Kaufkraft besaßen. Wer die Scheine aufsammle oder in Umlauf bringe, begehe eine Straftat.
Plünderungen und Festnahmen
Nach dem Absturz kam es rund um den Unglücksort zu Plünderungen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Dabei wurden zwölf Menschen festgenommen. Der Betrieb des internationalen Flughafens von El Alto wurde vorübergehend eingestellt, um die Rettungsarbeiten und Untersuchungen zu ermöglichen. Die Behörden arbeiten nun daran, die genaue Ursache des Unfalls zu ermitteln und die Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen.
Dieser Vorfall unterstreicht die Risiken bei militärischen Transporten und wirft Fragen zur Sicherheit von Flughäfen in der Region auf. Die bolivianischen Behörden haben eine gründliche Untersuchung angekündigt, um ähnliche Tragödien in Zukunft zu verhindern.



