Nato-Manöver in der Arktis: 25.000 Soldaten üben Abwehr gegen russische Bedrohung
Nato übt in Arktis für russischen Angriff – Bundeswehr mit Lücken

Großmanöver im ewigen Eis: Nato probt Ernstfall gegen russische Aggression

Im eisigen Norden Skandinaviens findet derzeit eines der größten Militärmanöver der Nato statt. Unter dem Codenamen "Cold Response" trainieren insgesamt 25.000 Soldaten aus 14 Nationen für den möglichen Ernstfall: einen russischen Angriff auf einen Bündnisstaat. Die Übungen erstrecken sich über Norwegen und Schweden, wo extreme arktische Bedingungen die besondere Herausforderung darstellen.

Extremtraining unter arktischen Bedingungen

US-amerikanische Soldaten absolvieren Sprünge ins eiskalte Wasser in voller Kampfmontur – ein Test ihrer Einsatzfähigkeit unter widrigsten klimatischen Verhältnissen. Zeitgleich üben Einheiten in Nordschweden komplexe Gefechtsszenarien:

  • Flucht aus Hinterhalten
  • Feindbeobachtung aus getarnten Positionen
  • Drohneneinsatz von Schneemobilen aus
Diese Übungen sollen sicherstellen, dass die Nato-Truppen auch in der lebensfeindlichen Arktis operativ handlungsfähig bleiben.

Deutsche Beteiligung mit erkennbaren Defiziten

An dem Manöver nehmen auch fast 1.600 Bundeswehrsoldaten teil. Doch während sie wertvolle Erfahrungen in arktischer Kriegsführung sammeln, werden gleichzeitig gravierende Lücken in der deutschen Ausrüstung offenbar. Der Bundeswehr fehlt es größtenteils noch an:

  1. Technologie für verschlüsselten Funkverkehr
  2. Systeme zur gezielten Drohnenabwehr
Diese Defizite könnten im Ernstfall die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands erheblich beeinträchtigen.

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Politische Dimensionen des Arktis-Manövers

Das Großmanöver hat hohen politischen Stellenwert. Neben Bundeskanzler Friedrich Merz besuchte auch Kanadas Premierminister Mark Carney die Übungen. Kanada nutzt die Gelegenheit, seine eigenen Arktis-Verteidigungsfähigkeiten auszubauen und sich damit unabhängiger von den USA zu machen. Hintergrund sind wachsende Spannungen innerhalb des Bündnisses, die vor allem auf die kontroverse Grönlandpolitik von US-Präsident Donald Trump zurückgehen.

Trotz dieser internen Differenzen demonstriert die Nato mit "Cold Response" eindrucksvoll ihre Entschlossenheit, die arktische Region zu schützen. Das Manöver sendet eine klare Botschaft an potenzielle Aggressoren: Das Bündnis ist bereit, seine nördlichen Mitglieder notfalls auch unter extremsten Bedingungen zu verteidigen. Die Übung unterstreicht die wachsende strategische Bedeutung der Arktis im globalen Sicherheitsgefüge.

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