Bundeswehr startet neuen Wehrdienst mit vereinheitlichter Grundausbildung
Rund 75.000 junge Deutsche haben in den vergangenen Wochen Post von Verteidigungsminister Boris Pistorius erhalten. Die angeschriebenen Männer und Frauen sollten angeben, ob sie sich vorstellen könnten, freiwillig den neuen Wehrdienst zu absolvieren. Gut die Hälfte der angeschriebenen Männer hat den Online-Fragebogen bereits ausgefüllt. Auf einer Skala von eins bis zehn äußerte gut jeder vierte zumindest grundsätzliches Interesse, wie aus Kreisen des Ministeriums verlautet. Dort wird dies als positive Entwicklung bewertet.
Ausbildermangel und neue Inhalte
Geht es nach den Plänen von Pistorius, sollen bereits im Jahr 2026 bis zu 20.000 Rekruten ihren Dienst antreten. Dies stellt nicht nur für die Freiwilligen, sondern auch für die Bundeswehr selbst eine erhebliche Herausforderung dar. Schon jetzt gelten Ausbilder in der Bundeswehr als sogenannte Mangel-Ressource, berichten Insider. Oft müssen bestimmte Trainings der aktiven Truppe abgesagt oder verschoben werden, weil qualifiziertes Personal fehlt.
Nun soll die Grundausbildung grundlegend vereinheitlicht werden. Aus einer internen Weisung geht hervor, dass Heer, Luftwaffe und Marine in den ersten drei Monaten dieselben Inhalte vermittelt bekommen. Neu im Lehrplan ist ein umfassender Drohnen-Kurs. Damit will die Bundeswehr ihren Rückstand im Umgang mit unbemannten Flugsystemen aufholen, heißt es aus dem Ministerium. Zudem erhoffen sich die Verantwortlichen, dass die moderne Ausbildung den Dienst für junge Menschen attraktiver gestaltet.
Annalena Baerbock sorgt mit Grönland-Aussage für Wirbel
Annalena Baerbock ist zurück im politischen Geschehen und sorgt bereits für kontroverse Diskussionen. In der Talkshow von Sandra Maischberger erklärte die ehemalige Außenministerin und heutige Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen kurzerhand Grönland zu EU-Gebiet. Die Insel gehört zwar als autonomes Überseegebiet zu Dänemark, ist jedoch kein offizieller Teil des Staatenverbundes – sondern lediglich assoziiert. Baerbock korrigierte sich später, doch die Aufregung war bereits entfacht.
Wer die Grünen-Politikerin kennt, ahnt, dass sie sich selbst am meisten über diesen Fauxpas geärgert haben muss, kommentieren Beobachter. Zumal Baerbock in ihrer aktuellen Funktion ein zentrales Anliegen verfolgt: die Verteidigung des Systems der Vereinten Nationen und der regelbasierten Weltordnung.
Auftritt im Bundestag und Uno-Ambitionen
Zum ersten Mal nach ihrem Abschied als Außenministerin ist Baerbock heute im Bundestag aufgetreten, und zwar im Auswärtigen Ausschuss. Die Sitzung war zwar vertraulich, doch es sickerten einige Details durch. So soll Baerbock gefragt worden sein, ob sie Uno-Generalsekretärin werden wolle. Ihre Antwort fiel nicht eindeutig aus, was einige als Indiz für entsprechende Ambitionen werten. Überraschend war auch ein Lob für einen AfD-Abgeordneten, das von Teilnehmern jedoch als ironisch eingestuft wurde.
Weitere politische Entwicklungen
Parallel zu diesen Themen gibt es weitere bedeutende Nachrichten:
- Der Bundestag hat die Pläne von Verteidigungsminister Pistorius zum Kauf von Kampfdrohnen gebremst. Statt der geplanten vier Milliarden Euro sind nun nur noch zwei Milliarden Euro vorgesehen.
- Friedrich Merz ist als Handlungsreisender für die deutsche Industrie in China unterwegs und vermeidet dabei alles, was die Gastgeber in Peking verärgern könnte.
- Der Skandal-Auftritt eines Preisträgers bei der Berlinale könnte Folgen haben. Das Aufsichtsgremium soll zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen, Medienberichten zufolge droht Festival-Chefin Tuttle das Aus.
Die Entwicklungen zeigen, dass sowohl in der Sicherheitspolitik als auch in der internationalen Diplomatie spannende Zeiten anbrechen. Während die Bundeswehr versucht, mit modernen Ausbildungskonzepten neue Rekruten zu gewinnen, positioniert sich Annalena Baerbock auf der internationalen Bühne neu – nicht ohne dabei für kontroverse Momente zu sorgen.



