Russische Militärflugzeuge nahe Alaska: USA schicken neun Kampfjets zur Identifikation
Russische Flugzeuge nahe Alaska: USA schicken neun Kampfjets

Russische Militärflugzeuge in Luftverteidigungszone von Alaska

Das Nordamerikanische Luft- und Raumfahrtverteidigungskommando (NORAD) hat am Donnerstag neun Flugzeuge entsandt, um russische Militärflugzeuge in der Luftverteidigungs-Identifizierungszone (ADIZ) von Alaska zu identifizieren und zu begleiten. Die russischen Maschinen, darunter zwei Tu-95-Bomber, zwei Su-35-Kampfjets und ein A-50-Frühwarnflugzeug, bewegten sich im internationalen Luftraum über dem Beringmeer, ohne in den souveränen Luftraum der USA oder Kanadas einzudringen.

NORAD reagiert mit gestaffeltem Verteidigungssystem

Die US-Streitkräfte setzten für die Mission zwei F-16 Fighting Falcon, zwei hochmoderne F-35 Lightning II, ein Überwachungsflugzeug E-3 Sentry und vier Tankflugzeuge KC-135 Stratotanker ein. Ihr Auftrag bestand darin, die russischen Flugzeuge abzufangen, zu identifizieren und zu begleiten, bis sie die Zone wieder verließen. NORAD nutzt ein gestaffeltes Verteidigungsnetz aus Satelliten, boden- und luftgestützten Radarsystemen sowie Kampfjets, um Luftfahrzeuge zu erkennen und zu verfolgen.

Laut NORAD kommen solche Aktivitäten regelmäßig vor und werden nicht als Bedrohung angesehen. Die russischen Militärflugzeuge blieben bei ihrem Manöver stets im internationalen Luftraum und hielten sich an die geltenden Regeln.

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Regelmäßige russische Manöver in internationalen Lufträumen

Der Vorfall in Alaska ist keineswegs ein Einzelfall. Russische Langstreckenbomber wie die Tu-95 und Tu-160, Seefernaufklärer vom Typ Tu-142 sowie Begleitjäger operieren auch regelmäßig in internationalen Lufträumen nahe Nordeuropa. Dies geschieht beispielsweise in der Norwegischen See, über der Barentssee, nahe Großbritannien oder im Ostseeraum. Meist identifizieren sich diese Maschinen vorab nicht gegenüber der lokalen Flugüberwachung.

Nato-Luftstreitkräfte, darunter Norwegen, das Vereinigte Königreich, Dänemark, Deutschland und Polen, starten regelmäßig Quick-Reaction-Alert-Kampfjets (QRA), um russische Flugzeuge zu identifizieren und zu begleiten. Diese Einsätze bleiben in der Regel, wie jetzt in Alaska, im internationalen Luftraum und dienen der Sicherheit und Transparenz.

Die Situation unterstreicht die anhaltende militärische Präsenz und Aktivität Russlands in internationalen Lufträumen, während die USA und ihre Verbündeten wachsam bleiben, um die Luftverteidigung aufrechtzuerhalten. Solche Vorfälle sind Teil der Routineüberwachung und -reaktion, die von NORAD und anderen Luftverteidigungsorganisationen durchgeführt wird.

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