Russlands Offensive stockt: Verzweifelte Suche nach Starlink-Alternative
Seit rund zwei Wochen verlangsamt sich der russische Vormarsch in der Ukraine deutlich. Besonders im Süden des Landes gelingt es ukrainischen Streitkräften, Dörfer in der sogenannten Grauzone zurückzuerobern und die Vorstöße der Putin-Armee erheblich zu behindern. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung liegt in der Entscheidung von Tech-Milliardär Elon Musk, sein Satellitenkommunikationssystem Starlink für russische Einheiten abzuschalten.
WLAN-Brücken als vermeintliche Lösung mit fatalen Schwächen
Russische Militärs setzen als Ersatz für Starlink vermehrt auf WLAN-Brücken, die internetfähige Standorte mit abgeschnittenen Frontstellungen verbinden sollen. Hunderte dieser Antennen wurden zwischen russischem Staatsgebiet und besetzten ukrainischen Städten installiert, etwa zwischen Kommandoposten und vordersten Frontlinien.
Das grundlegende Problem dieser Technologie: WLAN-Brücken müssen hoch über dem Erdboden montiert werden und benötigen eine direkte, ununterbrochene Sichtverbindung zueinander. Im Gegensatz zu Starlink-Antennen, die flexibel ausgerichtet werden können, sind sie damit statische und leicht identifizierbare Ziele.
Ukrainische Drohnen nutzen taktischen Vorteil
Diese technische Einschränkung erweist sich als taktischer Vorteil für die Ukraine. Deren Kamikaze-Drohnen können die exponiert angebrachten WLAN-Brücken gezielt angreifen und neu eingerichtete Kommunikationskanäle der Russen binnen weniger Stunden zerstören. Zahlreiche Videodokumente belegen, dass ein Großteil der russischen Truppen sich zuvor auf Starlink verlassen hatte und nun fieberhaft nach Internetlösungen sucht.
Militärexperte Carlo Masala betont im Gespräch mit BILD: „Entscheidend sind jetzt die nächsten Tage und ob es gelingt, das Tempo zu halten. Und nicht zuletzt stellt sich die Frage, was passiert, wenn Russland eine Alternative zu Starlink etabliert.“
Die aktuelle Situation zeigt deutlich: Während russische Einheiten versuchen, ihre Kommunikationsinfrastruktur mit provisorischen WLAN-Brücken wiederherzustellen, nutzt die Ukraine diese Schwachstelle systematisch aus. Die neu installierten Antennen erweisen sich als leichte Beute für präzise Drohnenangriffe, was die russischen Offensivbemühungen weiter behindert.



