Sabotageverdacht an Marineschiff: Haftbefehle gegen zwei Männer aufgehoben
Sabotageverdacht: Haftbefehle gegen zwei Männer aufgehoben

Sabotageverdacht an Marineschiff: Haftbefehle gegen zwei Männer aufgehoben

Im Fall eines mutmaßlichen Sabotageversuchs an einer Korvette für die Deutsche Marine hat die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg die Haftbefehle gegen zwei Männer aufgehoben. Ein 37-jähriger Rumäne und ein 54-jähriger Grieche, die Anfang Februar in Hamburg und Griechenland festgenommen worden waren, kamen wieder auf freien Fuß. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass mangels dringenden Tatverdachts die Freilassung angeordnet wurde.

Verdacht auf Manipulation an mehreren Korvetten

Die beiden Männer sollen im vergangenen Jahr während ihrer Tätigkeit im Hamburger Hafen an mehreren Korvetten Sabotagehandlungen vorgenommen haben. Ausschlaggebend für die ursprünglichen Haftbefehle war eine versuchte Sabotagehandlung an der Korvette „Köln“. Nach Angaben der Behörden sei weiterhin mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass einer der Beschuldigten im Juni vergangenen Jahres Bauteile des Schiffs „stromlos“ geschaltet habe.

Diese Handlung hätte bei ungestörtem Fortgang der Ereignisse zu einem Brand im Innenraum führen und die Schlagkraft der Truppe beeinträchtigen können. Allerdings bestreiten beide Männer die Tat vehement, und die Ermittler konnten nicht eindeutig klären, wer von ihnen die mutmaßliche Sabotagehandlung begangen hat.

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Fehlender dringender Tatverdacht führt zu Freilassung

Nach nochmaliger Rekonstruktion der Tatabläufe ließ sich laut Staatsanwaltschaft nicht mehr sicher feststellen, welcher der beiden Männer der mutmaßliche Saboteur ist. „Nach aktueller Sachlage wäre auch der Verdacht der Mittäterschaft nicht mehr überwiegend wahrscheinlich“, hieß es in der offiziellen Mitteilung. Damit sei der für den Erlass eines Haftbefehls notwendige dringende Tatverdacht entfallen.

Die Generalstaatsanwaltschaft betonte jedoch, dass die Ermittlungen in diesem komplexen Fall weiterhin andauern. Die Freilassung der beiden Männer bedeutet nicht, dass der Sabotageverdacht vollständig ausgeräumt ist, sondern spiegelt lediglich die aktuelle Beweislage wider, die für eine Haft nicht ausreicht.

Dieser Fall unterstreicht die Herausforderungen bei der Aufklärung von Sicherheitsvorfällen in sensiblen militärischen Bereichen und wirft Fragen zur Sicherheit von Marineausrüstung in deutschen Häfen auf.

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