Ukraine intensiviert Drohnenangriffe auf russische Ölindustrie: Raffinerien und Häfen im Visier
Ukraine greift russische Ölindustrie mit Drohnen an

Ukraine verstärkt Drohnenoffensive gegen russische Ölindustrie

Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russische Energieanlagen deutlich intensiviert, um die finanziellen Einnahmen Moskaus aus Ölexporten zu reduzieren. In einer koordinierten Aktion griffen ukrainische Drohnen in der Nacht mehrere strategische Ziele in Russland und auf der besetzten Krim an, darunter Rohstoffdepots und einen wichtigen Exporthafen.

Angriffe auf wichtige Exportinfrastruktur

In der Region Leningrad, nahe der finnischen Grenze, wurde der Hafen von Wyssozk angegriffen, wo der russische Energiekonzern Lukoil ein Terminal für Ölprodukte betreibt. Gouverneur Alexander Drosdenko bestätigte, dass 27 ukrainische Drohnen abgewehrt werden konnten, dennoch kam es zu einem Feuer, das mittlerweile gelöscht wurde. Der Hafen liegt in unmittelbarer Nähe zu Sankt Petersburg und stellt eine wichtige Exportroute für russisches Öl dar.

Raffinerien in Samara-Region getroffen

Weiter südlich, in der Region Samara, wurden Industrieanlagen in den Städten Sysran und Nowokuibyschewsk angegriffen. Während der Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew keine genauen Ziele nannte, bestätigten ukrainische Quellen, dass es sich um Ölraffinerien handelt. Die Raffinerie in Nowokuibyschewsk, die mit einer Jahresproduktion von 8,8 Millionen Tonnen zu den größeren Anlagen Russlands zählt, war bereits zuvor im Krieg mehrfach Ziel von Angriffen. In sozialen Netzwerken kursierende Aufnahmen zeigen massive Brände an der Anlage.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Brand auf der besetzten Krim

Auf der russisch besetzten Halbinsel Krim geriet in der Marinestadt Sewastopol ein Öldepot in Brand. Der Verwaltungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, erklärte auf Telegram, der Brand sei durch abgeschossene Drohnen in einem Tank mit Kraftstoffresten ausgelöst worden. Die Flugabwehr habe über der Stadt zwei weitere Drohnen zerstört. Laut offiziellen Angaben gab es keine Verletzten, und die Treibstoffversorgung von Sewastopol sei nicht beeinträchtigt.

Weiterer Angriff in Südrussland

Im südrussischen Gebiet Krasnodar wurde ein Treibstofflager in Tichorezk getroffen. Der regionale Krisenstab bestätigte den Angriff und meldete den Einsatz von 224 Feuerwehrleuten mit 56 Fahrzeugen zur Brandbekämpfung. Auch hier wurden keine Verletzten gemeldet. Das Gebiet Krasnodar zählt neben der Krim zu den am häufigsten von ukrainischen Angriffen betroffenen Regionen unter russischer Kontrolle.

Strategische Ziele der Ukraine

Der ukrainische Kommandeur der Drohnenkräfte, Robert Brovdi, bestätigte die Angriffe über Telegram. Die Ukraine hat in letzter Zeit, auch vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs, ihre Attacken auf die russische Ölindustrie verstärkt, um die Einnahmen aus Ölexporten zu schmälern und damit die Kriegsfinanzierung Moskaus zu schwächen. Diese Angriffe sind Teil einer breiteren Strategie, kritische Infrastruktur zu treffen und wirtschaftlichen Druck auszuüben.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration