AfD erhält 700.000 Euro aus ungarischem Vermächtnis – Vermögen übersteigt 40 Millionen Euro
AfD: 700.000 Euro aus Ungarn – Vermögen über 40 Mio. Euro

AfD verzeichnet lukratives Vermächtnis aus Ungarn

Die in weiten Teilen als rechtsextrem eingestufte Alternative für Deutschland (AfD) hat im Geschäftsjahr 2024 ein Vermächtnis in Höhe von 700.000 Euro aus Ungarn erhalten. Dies geht aus dem aktuellen Rechenschaftsbericht der Partei hervor, der am 18. Februar 2026 veröffentlicht wurde. Der Erblasser, ein Herr Wolfgang Karl Quader mit Adresse in Hévíz, einem Kurbad nahe dem Balaton, hat den AfD-Bundesverband als alleinigen Erben seines Vermögens eingesetzt.

Details zum ungarischen Vermächtnis bleiben unklar

Über den Erblasser wurden keine weiteren Informationen bekannt gegeben, und die AfD gab lediglich die Anschrift "Heviz in Ungarn" an. Auch die Art der Erbschaft – ob es sich um Bargeld, Gold, Immobilien oder andere Vermögenswerte handelt – blieb zunächst unklar. Ein AfD-Pressesprecher ließ eine entsprechende Anfrage des SPIEGEL unbeantwortet. Dem Rechenschaftsbericht zufolge wurde der Wert des Vermächtnisses in einem Testament mit 700.000 Euro beziffert. Die Partei hat einen Erbschein beim Nachlassgericht beantragt, der zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts jedoch noch nicht vorlag.

Weitere Erbschaften und Spenden steigern AfD-Vermögen

Das ungarische Vermächtnis ist nicht die einzige Erbschaft, die der AfD im Jahr 2024 zufloss. Laut dem Rechenschaftsbericht erhielt der Bundesverband weitere Nachlässe, darunter:

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  • 432.000 Euro von einem Taxiunternehmer aus München
  • 571.202,14 Euro von einem Gönner aus St. Wolfgang in Bayern
  • 1.082.569,33 Euro von einer Frau aus Augsburg, die an den Landesverband Sachsen und den Kreisverband Görlitz gehen sollen

Neben diesen Erbschaften verbuchte die AfD im Jahr 2024 Spenden in Höhe von rund 8 Millionen Euro. Ihr Gesamtvermögen überschritt damit erstmals die Grenze von 40 Millionen Euro. Die Zahl der Mitglieder gab die Partei zum Stichtag 31. Dezember 2024 mit 51.319 an.

Politische und finanzielle Implikationen

Der Anstieg des Vermögens auf über 40 Millionen Euro unterstreicht die wachsende finanzielle Stärke der AfD, die in der politischen Landschaft Deutschlands zunehmend an Einfluss gewinnt. Die Herkunft der Gelder, insbesondere aus dem Ausland wie Ungarn, könnte jedoch Fragen zur Transparenz und zu möglichen internationalen Verbindungen aufwerfen. Experten betonen, dass solche Vermächtnisse die Parteifinanzen erheblich stärken und damit die Handlungsfähigkeit in Wahlkämpfen und politischen Initiativen verbessern können.

Die AfD hat in der Vergangenheit wiederholt Kritik für ihre Finanzierungspraktiken erhalten, und die neuen Zahlen dürften die Debatte über Parteispenden und Vermächtnisse weiter anheizen. Insbesondere die unklaren Details zum ungarischen Vermächtnis könnten zu weiteren Untersuchungen oder öffentlichen Diskussionen führen.

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