König Charles bietet Polizei Hilfe bei Epstein-Ermittlungen gegen Bruder Andrew an
Charles bietet Polizei Hilfe bei Epstein-Ermittlungen an

Königshaus in der Krise: Charles signalisiert Kooperationsbereitschaft

Die langjährige Verbindung zwischen dem ehemaligen Prinzen Andrew und dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein belastet das britische Königshaus weiterhin erheblich. Nachdem Andrew bereits im vergangenen Oktober seine königlichen Titel aberkannt wurden, hat nun König Charles III. öffentlich erklärt, die Polizei bei möglichen Ermittlungen gegen seinen Bruder unterstützen zu wollen.

Offizielle Stellungnahme des Palastes

Ein Sprecher des Buckingham Palace betonte in einer aktuellen Mitteilung: "Die konkreten Vorwürfe sind von Herrn Mountbatten-Windsor zu klären." Weiter hieß es: "Sollte sich die Thames Valley Police an uns wenden, stehen wir bereit, sie zu unterstützen, wie es sich gehört." Der Palast unterstrich, dass der König seine tiefe Besorgnis über die Vorwürfe gegen seinen Bruder bereits deutlich gemacht habe und die Gedanken des Königspaars stets bei den Opfern jeglichen Missbrauchs seien.

Hintergrund der Ermittlungen

Die für Windsor zuständige Polizeibehörde prüft aktuell Vorwürfe, wonach Andrew in seiner früheren Rolle als Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an Jeffrey Epstein weitergeleitet haben könnte. Britische Medien hatten in den kürzlich veröffentlichten Epstein-Akten E-Mails entdeckt, die nahelegen, dass Andrew Berichte offizieller Besuche in Hongkong, Vietnam und Singapur an den verurteilten Sexualstraftäter weiterleitete.

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Andrew soll jahrelang mit Epstein befreundet gewesen sein und blieb auch nach dessen Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern im Jahr 2008 mit dem amerikanischen Finanzier in Kontakt. Epstein stand unter Verdacht, Tausende Minderjährige und junge Frauen prostituiert und an teils prominente Kunden vermittelt zu haben. Er starb 2019 in seiner New Yorker Gefängniszelle, laut offiziellen Angaben durch Suizid.

Konsequenzen für Andrew und Reaktionen

Bereits im Zuge der Epstein-Affäre hatte Andrew alle Ehren, militärischen Ränge und königlichen Titel verloren. Das Epstein-Opfer Virginia Giuffre hatte Andrew vorgeworfen, sie mehrmals missbraucht zu haben – darunter auch, als sie noch minderjährig war. Obwohl Andrew alle Vorwürfe stets abstritt, endete eine Zivilklage Giuffres im Vergleich.

Auch der britische Thronfolger Prinz William und seine Frau Prinzessin Kate haben sich jüngst zum Epstein-Fall geäußert. In einer öffentlichen Erklärung brachten sie ihr Mitgefühl für die Opfer von Jeffrey Epstein zum Ausdruck und zeigten sich entsetzt über die Berichte zu den mehr als drei Millionen Seiten Dokumenten, die Anfang dieses Monats vom US-Justizministerium veröffentlicht wurden.

Die aktuelle Entwicklung unterstreicht die anhaltende Krise des Königshauses, die durch die Verbindungen zu Jeffrey Epstein ausgelöst wurde. Während die rechtlichen Konsequenzen für Andrew noch unklar bleiben, signalisiert die königliche Familie nun erstmals offiziell ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden.

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