FDP setzt im Landtagswahlkampf klare Schwerpunkte
Die Freien Demokraten in Sachsen-Anhalt haben ihre strategischen Ziele für den anstehenden Landtagswahlkampf präsentiert. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Wirtschaftsförderung, Bürokratieabbau und Bildung. Diese Schwerpunkte sollen der Partei trotz aktuell schwieriger Umfragewerte zum Erfolg verhelfen.
Wirtschaftliche Impulse und Arbeitsmarkt im Fokus
Andreas Silbersack, stellvertretender Landesvorsitzender und Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion, betonte die Notwendigkeit einer neuen Aufbruchstimmung für Sachsen-Anhalt. „Wir brauchen dringend eine Gründeroffensive und deutlich mehr Investitionen in unser Bundesland“, erklärte Silbersack. Die FDP befürwortet zudem die Einrichtung einer Sonderwirtschaftszone mit besonderen Anreizen für Unternehmen.
Ein zentrales Anliegen ist die Schaffung von mehr und besser bezahlten Arbeitsplätzen. Silbersack machte deutlich: „Für unseren Arbeitsmarkt sind wir zwingend auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen.“ Gleichzeitig forderte er eine konsequente Abschiebung von Ausreisepflichtigen, um klare rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen.
Bürokratieabbau und digitale Verwaltung als Prioritäten
Lydia Hüskens, Landesvorsitzende und FDP-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl am 6. September, nannte konkrete Maßnahmen zur Entlastung von Bürgern und Unternehmen. Schnellere Genehmigungsverfahren, reduzierte Berichtspflichten sowie eine investitionsfreundliche und digitalisierte Verwaltung stehen ganz oben auf der Agenda.
„Wir müssen dringend die Bürokratielasten für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die Wirtschaft reduzieren“, forderte Hüskens, die derzeit als Ministerin für Infrastruktur und Digitales amtiert. Den Liberalen gehe es dabei um konstruktive Lösungen statt um Problembeschreibung und Gesellschaftsspaltung.
Optimismus trotz schwieriger Umfragewerte
Über das konkrete Wahlprogramm wird am 25. April ein Landesparteitag in Magdeburg entscheiden. Derzeit regiert die FDP in Sachsen-Anhalt in einer Koalition mit CDU und SPD. Jüngsten Umfragen zufolge könnten die Liberalen jedoch die Fünf-Prozent-Hürde verfehlen und damit nicht mehr im Landtag vertreten sein.
Spitzenkandidatin Hüskens zeigt sich dennoch zuversichtlich: „Ich bin optimistisch, dass wir bei den Umfragewerten und dem letztlichen Wahlergebnis zulegen können und wieder in den Landtag einziehen werden.“ Sie setzt darauf, dass die aktuelle Deutschland-Koalition fortgesetzt werden kann, um Stabilität und Kontinuität in der Landespolitik zu gewährleisten.
Die FDP betont in ihrem Wahlkampfauftakt den Willen zu pragmatischen Lösungen und einer Politik, die das Leben der Menschen konkret verbessert. „Wir wollen, dass das Leben für die Menschen gut und bezahlbar ist“, fasste Hüskens das grundlegende Ziel der Liberalen zusammen.



