Grüne in Berlin planen XXL-Parteitag für 350.000 Euro mit Ricarda Lang
Grüne: XXL-Parteitag kostet 350.000 Euro mit Ricarda Lang

Berliner Grünen veranstalten teuren XXL-Parteitag mit Ricarda Lang

Die Berliner Grünen stehen vor einer logistischen und finanziellen Herausforderung: Für ihren anstehenden Parteitag am Wochenende müssen mindestens 2.700 stimmberechtigte Mitglieder anwesend sein, um das erforderliche 15-Prozent-Quorum zu erfüllen. Dieser XXL-Parteitag wird voraussichtlich Kosten in Höhe von 350.000 Euro verursachen, wie die Partei mitteilte.

Marathon-Veranstaltung mit historischem Ausmaß

An zwei Tagen mit jeweils elf Stunden Programm sollen die 50 Kandidaten für die Berlin-Wahl am 20. September 2026 gekürt werden. Jeder Bewerber erhält zehn Minuten Zeit für seine Vorstellung. Die Eröffnung übernimmt die ehemalige Bundesvorsitzende Ricarda Lang (32), die während ihres Studiums in der Grünen-Hochburg Kreuzberg aktiv war.

„Wir gehen davon aus, dass es der größte Parteitag der Grünen in Deutschland, ja weltweit sein wird“, erklärt Berlins Grünen-Chefin Nina Stahr (43). Sie betont: „Wir Berliner Grünen halten das Prinzip der Basisdemokratie sehr hoch.“ Die Mitgliederzahl der Hauptstadt-Grünen ist im Vorjahr um 15 Prozent auf knapp 18.000 angestiegen, was die Organisation solch großer Veranstaltungen notwendig macht.

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Veranstaltungsort und kulinarisches Angebot

Der Parteitag findet im Neuköllner Event-Hotel Estrel statt, wo die „Convention-Hall“ angemietet wurde. Im benachbarten „Europa-Saal“ wird ein vegetarisches und veganes Catering angeboten, darunter Chili sin Carne und Suppen für 7 Euro sowie vegane Currywurst mit Wedges für 6,50 Euro.

Besondere Regeln und Notfallplan

Bei den Berliner Grünen gilt eine Quotenregelung, die vorschreibt, dass immer eine Frau auf Platz 1 der Kandidatenliste stehen muss. Daher wird Spitzenkandidat Werner Graf (46), der den regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) ablösen möchte, nur auf Platz 2 landen.

Sollte das erforderliche Quorum von 2.700 anwesenden Mitgliedern nicht erreicht werden, greift ein Notfallplan: Der Parteitag würde auf einen reinen Delegierten-Parteitag mit vorab bestimmten 180 Vertretern umgestellt. In diesem Fall müssten die einfachen Parteimitglieder ihre elektronischen Abstimmungsgeräte wieder abgeben.

Wahlprogramm und aktuelle Umfragewerte

Das Wahlprogramm der Grünen liegt bereits gedruckt vor und enthält mehrere kontroverse Forderungen:

  • Einrichtung von Frauenabteilen in U-Bahnen
  • Temporärer Baustopp angesichts des Leerstands von Bürogebäuden
  • Erlaubnis für Polizistinnen, Kopftuch zu tragen – bisher durch das Berliner Neutralitätsgesetz verhindert

Nach einer aktuellen INSA-Umfrage im Auftrag von BILD liegen die Grünen mit 15 Prozent hinter CDU (21%), SPD (17%) und AfD (17%) und gleichauf mit der Linken. Der teure Parteitag soll der Partei neuen Schwung für den anstehenden Wahlkampf verleihen.

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