Allensbach-Studie enthüllt: Grünen-Wähler zeigen geringste Toleranz gegenüber anderen Meinungen
Grünen-Wähler am wenigsten tolerant gegenüber anderen Meinungen

Allensbach-Studie enthüllt: Grünen-Wähler zeigen geringste Toleranz gegenüber anderen Meinungen

Eine aktuelle repräsentative Umfrage des renommierten Allensbach-Instituts hat aufgedeckt, dass Wähler der Grünen sich am stärksten über politisch abweichende Meinungen aufregen. Die im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung durchgeführte Untersuchung zum Thema Zuhören zeigt erstaunliche Unterschiede in der Toleranz gegenüber anderen Ansichten zwischen den verschiedenen Wählergruppen in Deutschland.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Die zentrale Frage der Studie lautete: Wenn Sie mit jemandem zu tun haben, der ganz andere Meinungen vertritt als Sie selbst: Regt Sie das oft auf, oder haben Sie damit meist kein Problem? Die Ergebnisse sind bemerkenswert:

  • 28 Prozent der Grünen-Wähler gaben an, sich über abweichende Meinungen aufzuregen
  • AfD-Wähler folgen mit 24 Prozent
  • Linken-Anhänger liegen bei 22 Prozent
  • SPD-Wähler zeigen sich mit 18 Prozent am tolerantesten
  • CDU/CSU-Wähler folgen mit 19 Prozent

Der Durchschnittswert über alle Befragten hinweg liegt bei 21 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Toleranz gegenüber anderen politischen Ansichten in der deutschen Gesellschaft unterschiedlich ausgeprägt ist.

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Akademiker zeigen sich weniger tolerant

Ein weiteres interessantes Ergebnis der Studie betrifft den Zusammenhang zwischen Bildungsgrad und Meinungstoleranz. Personen mit höheren Bildungsabschlüssen zeigten sich in der Umfrage deutlich intoleranter gegenüber abweichenden Ansichten als Befragte mit einfacher oder mittlerer Schulbildung. Dies wirft die Frage auf, ob mehr Wissen tatsächlich zu mehr Offenheit führt oder ob es eher zu einer Verfestigung der eigenen Position beiträgt.

Meinungsforscher Thomas Petersen vom Allensbach-Institut erklärt in der FAZ: Nicht wenige, die vehement Meinungsfreiheit einfordern, meinen damit letztlich nur die Freiheit für ihre eigene Meinung. Diese Beobachtung deckt sich mit früheren Untersuchungen des Instituts, die bereits gezeigt hatten, dass die Toleranz vieler Bürger gegenüber abweichenden Meinungen in engen Grenzen bleibt.

Wann wird es wirklich problematisch?

Die Studie zeigt auch, dass ein Großteil der Bevölkerung bestimmte Gesprächssituationen meidet. Ganze 57 Prozent der Befragten gaben an, dass es in ihrem Familien- oder Freundeskreis Personen gibt, mit denen es keinen Sinn macht, über politische Themen zu sprechen.

Allerdings relativiert Allensbach-Experte Petersen diese Zahl: Das allerdings sei kein Alarmsignal. Unterschiedliche Meinungen hätten demnach nicht dazu geführt, dass der Kontakt abgerissen ist. Der Forscher betont, dass unterschiedliche politische Ansichten an sich noch kein Problem darstellen. Problematisch wird es erst, wenn politische Differenzen zum Kontaktabbruch führen, so Petersen.

Die Studie macht deutlich, dass politische Diskussionen in Deutschland durchaus emotional geführt werden können, besonders unter bestimmten Wählergruppen. Während die Mehrheit der Bevölkerung weiterhin Gespräche mit andersdenkenden Personen führt, zeigt sich bei einem signifikanten Teil eine gewisse Scheu vor kontroversen politischen Debatten.

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