Merkel als Bundespräsidentin? Grüne dementieren Gerüchte über Geheimplan
Merkel als Bundespräsidentin? Grüne dementieren Gerüchte

Merkel als Bundespräsidentin? Grüne dementieren Gerüchte über angeblichen Geheimplan

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht nach offiziellen Angaben ihres Büros nicht für eine Kandidatur als Bundespräsidentin zur Verfügung. Auf eine entsprechende Anfrage der Deutschen Presse-Agentur antwortete eine Sprecherin der ehemaligen Regierungschefin mit einem klaren „Nein“. Damit beendet Merkel alle Spekulationen über eine mögliche Bewerbung für das höchste Staatsamt der Bundesrepublik Deutschland.

Gerüchte über Grünen-Initiative entkräftet

Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet, in Kreisen der Christlich Demokratischen Union kursiere ein Gerücht, wonach die Grünen Merkel für die im Jahr 2027 anstehende Bundespräsidentenwahl als Kandidatin vorschlagen könnten. Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann dementierte diese Vermutungen gegenüber der „Rheinischen Post“ entschieden: „Da ist nichts dran.“ Sie ergänzte deutlich: „Zur Bundespräsidenten-Wahl ist bei uns zum jetzigen Zeitpunkt weder etwas besprochen noch entschieden.“

Steinmeier-Nachfolge steht bevor

Die zweite Amtszeit des amtierenden Staatsoberhaupts Frank-Walter Steinmeier endet planmäßig am 18. März 2027. Gemäß der deutschen Verfassung kann der Bundespräsident nicht für eine dritte Amtszeit wiedergewählt werden, sodass die Suche nach einem Nachfolger bereits jetzt politische Diskussionen anfacht. Die Bundesversammlung, die aus Mitgliedern des Bundestages und gleich vielen von den Landesparlamenten gewählten Vertretern besteht, wird über die Nachfolge entscheiden.

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Union diskutiert weibliche Kandidaturen

Innerhalb der Unionsparteien werden verschiedene Namen als mögliche Kandidatinnen für das Präsidentenamt diskutiert. Besonders im Gespräch sind:

  • Karin Prien (CDU), die amtierende Bundesbildungsministerin
  • Ilse Aigner (CSU), die bayerische Landtagspräsidentin

Führende Unionspolitiker, darunter CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz, hatten sich bereits dafür ausgesprochen, erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik eine Frau zum Staatsoberhaupt zu wählen. Seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949 gab es zwölf Bundespräsidenten – ausschließlich Männer.

Merkels Rückkehr auf die politische Bühne

Angela Merkel plant, in der kommenden Woche erstmals seit ihrem Ausscheiden aus dem Regierungsamt Ende des Jahres 2021 wieder an einem CDU-Parteitag teilzunehmen. Die 71-jährige ehemalige Bundeskanzlerin kommt als geladener Ehrengast zum Auftakt des Kongresses nach Stuttgart. Ihr Auftritt wird mit besonderem Interesse verfolgt, da Merkel sich seit ihrem Rückzug aus der aktiven Politik weitgehend aus der öffentlichen Debatte zurückgezogen hatte.

Die Diskussion um die Nachfolge von Bundespräsident Steinmeier gewinnt damit langsam an Fahrt, während gleichzeitig klargestellt wurde, dass Angela Merkel nicht zu den potenziellen Bewerberinnen gehören wird. Die politischen Parteien beginnen nun, ihre Strategien für die anstehende Wahl der Bundesversammlung im Jahr 2027 zu entwickeln.

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