Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze stellt sich gegen AfD und Linke
Der amtierende Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, hat eine klare Botschaft an seine politischen Gegner gerichtet. Auf dem 38. Bundesparteitag der CDU in Stuttgart erklärte der CDU-Politiker entschieden: „Mein Heimatland Sachsen-Anhalt wird kein Experimentierfeld für irgendjemand.“ Schulze betonte, dass er verhindern werde, dass die AfD oder die Linken in seinem Bundesland Regierungsverantwortung übernehmen.
Landtagswahl im September als entscheidende Weichenstellung
Am 6. September 2026 steht in Sachsen-Anhalt die nächste Landtagswahl an. Sven Schulze, der erst seit wenigen Wochen als Ministerpräsident im Amt ist, will mit seiner Partei die Regierungsgeschäfte weiterführen. Der CDU-Politiker wurde auf dem Bundesparteitag mit einer beeindruckenden Zustimmung von 87 Prozent der Stimmen in das Präsidium des Bundesvorstands gewählt. Diese Unterstützung unterstreicht seine Position innerhalb der Partei.
Schulze äußerte sich besonders kritisch gegenüber der AfD, die er als „größten Familienclan Deutschlands“ bezeichnete. Seine Ablehnung gilt jedoch gleichermaßen den Linken. Der Ministerpräsident machte deutlich, dass er keine Koalitionen mit diesen Parteien eingehen wird.
Offizielle Verabschiedung von Reiner Haseloff
Ein zentraler Moment des CDU-Parteitags war die offizielle Verabschiedung von Schulzes Vorgänger, Reiner Haseloff. Der 72-jährige Politiker hatte Ende Januar nach langer Amtszeit als dienstältester Ministerpräsident die Regierungsgeschäfte an Sven Schulze übergeben. Bundeskanzler Friedrich Merz würdigte Haseloffs Arbeit in einer emotionalen Rede.
Merz beschrieb Haseloff als „echten Landesvater“ für Sachsen-Anhalt und betonte seine Kompetenz, Nahbarkeit und Standhaftigkeit. „Du hast Sachsen-Anhalt nicht nur lange, sondern erfolgreicher als irgendjemand sonst regiert“, sagte der Bundeskanzler. Auch Altkanzlerin Angela Merkel war bei der Veranstaltung anwesend und saß neben Haseloff, als dieser auf die Bühne gebeten wurde.
Merz spricht Schulze sein Vertrauen aus
Bundeskanzler Merz richtete auch Worte des Zuspruchs an den neuen Ministerpräsidenten. Er sicherte Sven Schulze seine Unterstützung zu und erklärte: „Wir werden mit dir, lieber Sven, kämpfen, das Erbe von Reiner Haseloff in Sachsen-Anhalt zu erhalten.“ Merz zeigte sich überzeugt, dass der Wechsel im Amt des Ministerpräsidenten vorbildlich verlaufen sei und Haseloffs Erbe bei Schulze in guten Händen liege.
Der Bundeskanzler betonte die Bedeutung der anstehenden Landtagswahl im Herbst und rief dazu auf, für eine Mehrheit der CDU in Sachsen-Anhalt zu kämpfen. Mit diesen Worten unterstrich er die bundespolitische Relevanz der Wahl in dem ostdeutschen Bundesland.



