Iranische Mullahs in Berlin: Einfluss auf Moscheen und Proteste der Exil-Iraner
Iranische Mullahs in Berlin: Einfluss und Proteste

Iranische Mullahs in Berlin: Trauerfeier in Neuköllner Moschee löst Proteste aus

In der Imam-Riza-Moschee im Berliner Stadtteil Neukölln versammelten sich am Sonntag Anhänger des iranischen Regimes, um den Tod von Ajatollah Ali Chamenei zu betrauern. Chamenei, der Führer der islamischen Diktatur im Iran, wurde bei einem Angriff israelischer und amerikanischer Streitkräfte auf seinen Palast in Teheran getötet. Die Trauerfeier war nicht das erste Ereignis dieser Art in der Riza-Moschee, die bereits in der Vergangenheit für ähnliche Ehrungen im Fokus stand.

Historische Kontroversen um die Riza-Moschee

Bereits im Jahr 2009 wehrte sich der damalige Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) gegen den Bau der Moschee. Er argumentierte, dass der Moscheeverein die Demokratie abschaffen und einen Gottesstaat erzwingen wolle. Trotz seiner Bedenken unterlag Buschkowsky vor dem Verwaltungsgericht und musste die Baugenehmigung erteilen. Später besuchte der Journalist Konstantin Schreiber die Moschee und berichtete, dass dort die Demokratie und die deutsche Gesellschaft abgelehnt würden.

Proteste der Exil-Iraner und weiterer Einfluss des Regimes

Als Reaktion auf die Trauerfeier für Ajatollah Chamenei versammelten sich oppositionelle Exil-Iraner vor der Riza-Moschee, um ihren Unmut zu äußern. Sie forderten, den Einfluss der Mullahs auf die Gläubigen in Berlin zurückzudrängen. Der Einfluss des iranischen Regimes zeigt sich nicht nur in Moscheen, sondern auch bei Veranstaltungen wie dem sogenannten „Al-Quds-Marsch“, der jährlich nach dem Ramadan durch Berlin führt und aus Teheran gesteuert wird. Die Teilnehmer dieses Marsches rufen zur Eroberung der Welt durch den Islam und zum Sturm auf Jerusalem auf.

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Maßnahmen gegen den iranischen Einfluss

Erste Schritte zur Eindämmung des iranischen Einflusses wurden im Juli 2024 unternommen, als Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) dem Islamischen Zentrum Hamburg (IZH) und seinen Unterorganisationen die Tätigkeit untersagte. Faeser begründete dies damit, dass das IZH im Auftrag des Iran den Aufbau eines islamischen Staates in Deutschland vorantreiben wollte. Im Zuge dieses Verbots wurde auch das „Islamische Zentrum“ in der Berliner Tempelhofer Ordensmeisterstraße geschlossen. Dennoch bleibt die Forderung bestehen, jede Art von Infiltration durch die Mullahs in Berlin zu beenden.

Die Debatte um den Einfluss des iranischen Regimes in Berlin bleibt aktuell und kontrovers, mit wiederkehrenden Protesten und politischen Maßnahmen, die die Spannungen zwischen Anhängern und Gegnern des Regimes verdeutlichen.

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