Über 12.000 Besucher strömen zur Wiedereröffnung der sanierten Hohenzollerngruft im Berliner Dom
12.000 Besucher bei Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft

Über 12.000 Besucher strömen zur Wiedereröffnung der sanierten Hohenzollerngruft im Berliner Dom

Nach einer aufwendigen sechsjährigen Bauphase hat die Hohenzollerngruft im Berliner Dom ihre Pforten wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Das historische Interesse war enorm: Mehr als 12.000 Besucherinnen und Besucher nutzten das vergangene Wochenende, um einen ersten Blick auf die komplett sanierte Ruhestätte zu werfen. Die Nachfrage war so groß, dass am Samstag während des Tags der offenen Tür Wartezeiten von bis zu einer Stunde in Kauf genommen werden mussten.

Festgottesdienst mit prominenten Rednern

Am Sonntag fand ein feierlicher Festgottesdienst statt, bei dem Dorothee Wüst, Präsidentin der Vollkonferenz der Union der Evangelischen Kirchen in der EKD, die Predigt hielt. Im Anschluss richteten hochrangige politische Vertreter Grußworte an die versammelte Gemeinde. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) betonten dabei die einzigartige kulturelle und historische Bedeutung der Hohenzollerngruft für die Hauptstadt und darüber hinaus.

Einzigartiger Erinnerungsort europäischen Ranges

Kulturstaatsminister Weimer erklärte: „Mit der Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft machen wir einen einzigartigen Erinnerungsraum wieder zugänglich – einen Ort, an dem europäische und deutsche Geschichte erfahrbar wird.“ Auch Bürgermeister Wegner unterstrich die besondere Stellung der Grablege: „Die Hohenzollerngruft ist eine der wichtigsten dynastischen Ruhestätten Europas und stellt einen einzigartigen Erinnerungsort für das kulturelle Leben in Berlin dar.“ Beide Politiker sahen in der abgeschlossenen Sanierung einen bedeutenden Gewinn für die historische Identität der Stadt.

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Umfassende Sanierung nach mehr als zehn Jahren Planung

Die Wiedereröffnung markiert das Ende einer langwierigen Planungs- und Bauphase. Nach über zehn Jahren Vorbereitung und sechs Jahren konkreter Bauarbeiten musste die Gruft umfassend saniert werden. Hauptgrund waren die steigenden Besucherzahlen, die das empfindliche Klima in der unterirdischen Anlage stark belasteten. Feuchtigkeit und Wärme setzten den historischen Särgen zu und führten zur Bildung von Schimmelpilzen.

Die nun abgeschlossenen Maßnahmen umfassen:

  • Eine moderne Klimaanlage zur Stabilisierung der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit
  • Einen neu gestalteten Rundgang für Besucher
  • Einen Aufzug zur Gewährleistung der Barrierefreiheit
  • Konservatorische Arbeiten an den 91 Särgen aus fünf Jahrhunderten

Historische Bedeutung der Hohenzollerngruft

Die Hohenzollerngruft zählt mit ihren 91 Särgen zu den größten und bedeutendsten dynastischen Grablegen in ganz Europa. Hier finden sich die letzten Ruhestätten zahlreicher Angehörigen des Hauses Hohenzollern, darunter so prominente Figuren wie der erste Preußenkönig Friedrich I. und seine Gemahlin Sophie Charlotte. Die Gruft spannt damit einen historischen Bogen über fünf Jahrhunderte und bietet einen einzigartigen Einblick in die Geschichte Preußens und Deutschlands.

Die enorme Besucherresonanz am Eröffnungswochenende zeigt, dass das Interesse an diesem besonderen historischen Ort ungebrochen ist. Mit den abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen ist die Hohenzollerngruft nun nicht nur für die kommenden Generationen erhalten, sondern auch für alle Besucherinnen und Besucher komfortabel und sicher zugänglich gemacht worden.

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